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TSV Gröditz gibt Wonnemar-Gelder zurück

Weil das Erlebnisbad geschlossen hat, verzichtet der Verein auf einen Zuschuss der Stadt. Auch andere Gröditzer Vereine sollen etwas davon abhaben.

Das Wonnemar in Bad Liebenwerda ist nicht nur coronabedingt geschlossen. Seit 1. Dezember sind die Mitarbeiter arbeitslos.
Das Wonnemar in Bad Liebenwerda ist nicht nur coronabedingt geschlossen. Seit 1. Dezember sind die Mitarbeiter arbeitslos. © Frank Claus

Gröditz. Corona hat den Betreibern von Schwimmbädern die Bilanz verdorben. Das Hallenschwimmbad in Riesa schreibt rote Zahlen. Das Wonnemar in Bad Liebenwerda musste sogar Insolvenz anmelden. Auch wenn möglicherweise für das Erlebnisbad ein neuer Betreiber gefunden wurde, ist es nach wie vor geschlossen. Das hat Auswirkungen auf den Vereinssport in Gröditz.

Seitdem die Gröditzer Schwimmhalle im Sommer 2013 geschlossen wurde, war die Abteilung Schwimmen des TSV Blau-Weiß Gröditz ins Wonnemar nach Bad Liebenwerda gefahren. Vor allem Kinder und Jugendliche nutzten dieses Angebot des Vereins, aber auch Erwachsene und die hiesige Wasserballmannschaft.

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Die Stadt Gröditz unterstützte dies jährlich mit 18.400 Euro. Von diesem Zuschuss wurden Fahrtkosten und Eintritt bezahlt. Doch schon durch die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie wurde das immer weniger. Als Ende letzten Jahres bekannt wurde, dass das Wonnemar Insolvenz angemeldet hat, war die Hoffnung der Schwimmsportler ganz dahin.

Großer Einschnitt für die Schwimmer

Auch der Gröditzer Bürgermeister Jochen Reinicke glaubt nicht an eine baldige Rückkehr zur Normalität, auch wenn sich Anfang Februar ein Käufer für das Erlebnisbad gefunden hat. Während der digitalen Informationsveranstaltung des Stadtrats verkündete er, dass er Hinweise habe, dass das Wonnemar in diesem Jahr nicht mehr öffnet. - Ein großer Einschnitt für die Schwimmer des TSV Blau-Weiß Gröditz.

Dessen Vorsitzender Erhard Schreiber hat sich an Reinicke gewandt und möchte den Zuschuss für die TSV-Schwimmer wieder zurückgeben. Der 86-Jährige sei der festen Überzeugung, dass das Geld allen Gröditzer Vereinen zugute kommen soll.

Die 18.400 Euro wurden daraufhin dem bestehenden Corona-Sonderfonds für hiesige Vereine zugewiesen. Unterstützt werden damit nicht nur Sportvereine, sondern auch Vereine, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit oder bei der Familienhilfe engagieren. "Das ist in dieser Zeit besonders wichtig", sagt Reinicke. Er verspricht: "Kein Verein soll außen vor bleiben."

Der TSV, der auf die Wonnemar-Gelder verzichtet, geht dennoch nicht leer aus. Über den Sonderfonds soll er 3.000 Euro erhalten. Auch Saxonia Nauwalde und der FV Gröditz dürfen sich auf eine vierstellige Unterstützung freuen. Das sieht ein Vorschlag der Stadtverwaltung vor.

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