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Riesa

Grundschule gewinnt Spielezimmer

Die Zeithainer ist eine von bundesweit 200 Schulen, die sich über eine neue Ausstattung freuen kann. Auch eine andere Schule der Region zählt zu den Gewinnern.

Hinter diesen Mauern darf gern gespielt werden. Die Zeithainer Grundschule wurde jetzt vom Kultusministerium gewürdigt.
Hinter diesen Mauern darf gern gespielt werden. Die Zeithainer Grundschule wurde jetzt vom Kultusministerium gewürdigt. ©  Archiv/Sebastian Schultz

Dresden/Zeithain/Lommatzsch. 18 Grundschulen aus Sachsen werden in diesem Jahr mit einem umfangreichen Spielezimmer ausgestattet. Sie haben sich bei der Initiative "Spielen macht Schule" beworben und konnten die Jury mit ihrem originellen und durchdachten Konzept überzeugen. Zu den Gewinnern zählt die Grundschule Zeithain, die sich über eine Spielezimmer-Ausstattung freuen kann.

Ziel der Initiative ist es, das klassische Spielen an Schulen zu fördern. Insgesamt beteiligten sich 38 Einrichtungen am Wettbewerb. Aus dem Landkreis Meißen gewann auch die Grundschule Lommatzsch.

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"Spielen und Lernen sind keine Gegensätze," sagt Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU). "Mit Spielen wie Uno, Activity oder Schach wird das Gehirn trainiert. Außerdem gibt es dabei jede Menge Spaß. So werden auch die sozialen Kontakte untereinander gestärkt, was gerade nach der langen Zeit des Distanzunterrichtes wichtig ist." Die ausgezeichneten Schulen hätten das Spielen hervorragend in ihren Schulalltag integriert, würdigt der Minister und dankte für das Engagement.

In diesem Jahr konnten sich Grundschulen aus Sachsen zum insgesamt zwölften Mal bei der bundesweiten Initiative "Spielen macht Schule" bewerben. Zu gewinnen gab es eines von insgesamt 200 Spielezimmern. Die Initiative "Spielen macht Schule" wurde vom Verein "Mehr Zeit für Kinder" und dem ZNL Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen gemeinsam ins Leben gerufen, um Kindern das Lernen zu erleichtern. Unterstützt wird die Initiative vom sächsischen Kultusministerium.

Bis Juni hatten die Schulen die Möglichkeit, sich um eine kostenlose Spielzeug-Ausstattung zu bewerben, indem sie ein individuelles Konzept mit ihren Ideen und Vorstellungen zur Umsetzung eines Spielezimmers an ihrer Schule einreichen konnten. Die Gewinner wurden vom Kultusministerium, dem ZNL und "Mehr Zeit für Kinder" e. V. ermittelt.

Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind, als die passive Erfahrungsvermittlung. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. "Gute Spiele sind eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots", sagt Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vom ZNL in Ulm. "Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel."

Interessierte Grundschulen können sich bereits jetzt beim Verein "Mehr Zeit für Kinder" per Mail ([email protected]) oder telefonisch (069 1568960) melden, um im Frühjahr 2022 die neuen Wettbewerbsunterlagen zu erhalten.

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