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Riesa
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Ideengeber für künftiges "Riesa-Mobil" gesucht

Das Preisgeld für den Kauf eines "Bürgertreffs auf Rädern" hat die Stadt schon vor Monaten erhalten – aber es ganz bewusst noch nicht ausgegeben.

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So könnte es einmal aussehen - das "Riesa-Mobil".
So könnte es einmal aussehen - das "Riesa-Mobil". © Foto: K.-D. Brühl/Bearbeitung: SZ

Riesa. Als der damalige FDP-Chef Guido Westerwelle 2002 mit seinem quietschgelben "Guidomobil" im Bundestagswahlkampf auf Tour ging, sorgte das bundesweit für Aufsehen. In Riesa könnte bald das "Riesa-Mobil" touren und Blicke auf sich ziehen: Bereits im Vorjahr hatte die Stadt knapp 100.000 Euro Preisgeld von Sachsens Regionalministerium für die Anschaffung eines Pkw-Anhängers bekommen, der als eine Art mobiler Bürgertreffpunkt fungieren kann. Ausgestattet soll er so sein, damit er bei Festen, Märkten oder anderen Veranstaltungen vielfältig eingesetzt werden kann.

Gekauft hat die Stadt den Anhänger bisher noch nicht – und das hat seinen Grund: Vor der eigentlichen Anschaffung sollen die Bürger beim Projekt "Riesa-Mobil" ins Boot geholt werden. Mit Riesaern soll herausgefunden werden, wie genau das "Riesa-Mobil" künftig aussehen und wie es genutzt werden soll.

Auftakt im OJH

Da das Mobil insbesondere für jüngere Riesaer (13 bis 27 Jahre) und ältere (über 60 Jahre) angeschafft werden soll, seien diese Altersgruppen besonders angesprochen, sich bei der Ideenfindung einzubringen, so Innenstadtmanagerin Anja Dietel, die bei dem Projekt die Fäden in der Hand hält. Erklärtes Ziel ist, etwa 20 bis 30 Riesaer zu gewinnen, die sich dafür engagieren. Angesprochen sei natürlich auch die Altersgruppe zwischen den Jungen und Alten.

Das Offene Jugendhaus in Riesa liegt zwischen den beiden Elbbrücken, gegenüber vom ehemaligen Klubhaus der Stahlwerker.
Das Offene Jugendhaus in Riesa liegt zwischen den beiden Elbbrücken, gegenüber vom ehemaligen Klubhaus der Stahlwerker. © Sebastian Schultz

Auftakt für die Ideenfindung zum Riesa-Mobil soll am Freitag, 12. Mai, von 16 bis 19 Uhr im Offenen Jugendhaus an der Bahnhofstraße in Riesa sein. Fünf weitere Termine (s.u.) gibt es vor den Sommerferien im Juni beziehungsweise danach Ende August, die in den Räumen am Puschkinplatz stattfinden.

Zum Einsatz kommen soll bei der Bürgerbeteiligung zum Riesa-Mobil laut Anja Dietel eine ungewöhnliche Methode namens "Dragon Dreaming". Wie der Name schon sage, gehe es dabei ums Träumen und sich vorstellen, was – bezogen auf das Riesa-Mobil – sein könnte, erklärt die Innenstadtmanagerin. Im Laufe der Termine soll herausgearbeitet werden, welche der Vorstellungen realistisch sind und umgesetzt werden können. Zum Gelingen sollen ein Coach aus Potsdam und ein Improvisationstheater aus Dresden beitragen.

Die Anschaffung des eigentlichen Riesa-Mobils ist dann für das kommende Jahr geplant. Als Budget stehen etwa 65.000 Euro zur Verfügung. Etwa 25.000 Euro fließt laut Anja Dietel in den Bürgerbeteiligungsprozess. Etwas Geld ist außerdem für erste Bürgerprojekte vorgesehen, bei denen das Mobil ab nächstem Jahr eingesetzt werden soll. (SZ/ewe)

  • Weitere Termine sind an den Donnerstagen des 8., 15. und 22. Juni vorgesehen sowie am 24. und 31. August, jeweils 16 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist dann jeweils die "Kumpelkammer" am Puschkinplatz 2 (ehemalige Kneipe Rumpelkammer).
  • Interessierte können sich unverbindlich bei verschiedenen Stellen für eine Teilnahme am Projekt anmelden: Bei Anja Dietel im Kontaktbüro Innenstadt (Hauptstraße 37), beim Kathrin Schanze von der Zukunftswerkstatt Kommune (Rathausplatz 1) oder den Jugendeinrichtungen Offenes Jugendhaus (Bahnhofstraße) beziehungsweise Riemix (Klötzerstraße).