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Innenstadtmanagerin im Gespräch mit Wirtschaftsminister

Anja Dietel traf in Meißen unter anderem auf Martin Dulig (SPD) – und sprach dort auch über Herausforderungen für Riesa.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sprach auf der Meißner Albrechtsburg unter anderem mit Riesas Innenstadtmanagerin Anja Dietel (r.). In der Mitte Moderatorin Franziska Wöllner.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sprach auf der Meißner Albrechtsburg unter anderem mit Riesas Innenstadtmanagerin Anja Dietel (r.). In der Mitte Moderatorin Franziska Wöllner. © Screenshot: SZ

Riesa/Meißen. Wohn-, Lebens-, Arbeits- sowie Einkaufs- und Erlebnisort – all das müssen Innenstädte nach Ansicht von Riesas Innenstadtmanagerin Anja Dietel sein. Das zu schaffen, sei eine große Herausforderung, unterstrich Dietel bei einer Gesprächsrunde mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), die auf der Meißner Albrechtsburg aufgezeichnet wurde und jetzt online abgerufen werden kann.

Schwierig sei bei der Entwicklung der Zentren unter anderem, den Gebäudebestand dafür verfügbar zu machen. "Wir reden von Innenstädten, die im letzten Jahrhundert geplant wurden", so Anja Dietel. Viele Ladenflächen entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen.

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Das vom Wirtschaftsministerium produzierte Format „Konkret“ befasste sich in der am 20. September online gestellten Folge unter dem Titel „Im Schatten der Leuchttürme? Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen“ mit Perspektiven für die 10.000 Unternehmen und 70.0000 Beschäftigte zählende Kreativbranche. Auch beispielsweise darum, wie mit der Ansiedlung von Kreativen zunehmend leere Innenstädte wieder belebt werden können. Das Wirtschaftsministerium zählt unter anderem Designer, Künstler, Werbetreibende, Grafiker, Architekten oder Schauspieler zur Kreativbranche.

Anja Dietel sprach sich in der Debatte unter anderem für eine gleichberechtigte Förderung der Kreativbranche aus. Gerade in Mittel- und Kleinzentren fehle es der Branche oft an finanzieller Kraft, um die nötigen Eigenanteile aufzubringen.

Große Chancen für kleine und mittlere Städte sehe sie in der Zusammenarbeit zwischen der Kreativwirtschaft und dem Handwerk und Kunsthandwerk. Die aus den Großstädten kommende Kreativwirtschaft könne dabei Impulse geben, die dann vom Handwerk aufgenommen werden könne. Wichtig sei, dass die Impulse nicht nur importiert würden, sondern vor Ort gemacht würden.

Neben Anja Dietel waren auf dem Podium Josephine Hage von der Initiative Kreatives Sachsen, Konrad Schöpe von der Band "Firebirds", Harald Herter von der Sächsischen Aufbaubank sowie Emese Papp Preisträgerin von der TU Dresden vertreten.

Die gut eine und eine Viertelstunde lange Diskussion ist bei Youtube abrufbar. (SZ)

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