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JVA Zeithain schränkt Besuche ein

Zu Weihnachten dürfen weniger Angehörige als sonst die Gefangenen besuchen. Das gilt aber nicht für die Kinder der Insassen.

Die Einfahrt zur JVA Zeithain könnte in den nächsten Tagen wieder deutlich mehr frequentiert sein. Insassen hoffen gerade an den Weihnachtsfeiertagen auf ein Wiedersehen mit ihren Familien.
Die Einfahrt zur JVA Zeithain könnte in den nächsten Tagen wieder deutlich mehr frequentiert sein. Insassen hoffen gerade an den Weihnachtsfeiertagen auf ein Wiedersehen mit ihren Familien. © Sebastian Schultz

Dresden/Zeithain. Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Feiertage in den sächsischen Justizvollzugsanstalten. So auch in der JVA Zeithain. Zwar sind unter Einhaltung des Mindestabstandes sowie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Besuche weiterhin möglich. Aber die Anzahl der Besucher wird zwischen Weihnachten und Neujahr beschränkt. Darüber hat am Donnerstag das Justizministerium in Dresden informiert.

Danach wird die Zahl der Gäste pro Besuch auf zwei erwachsene nahe Angehörige aus einem Hausstand sowie die Kinder der Gefangenen beschränkt. Außerdem sind virtuelle Besuche per Videotelefonie in allen sächsischen Anstalten möglich. Verteilt auf zehn Justizvollzugsanstalten wurden bereits im Frühjahr 33 Videobesuchsplätze eingerichtet.

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"In diesem besonderen Jahr tragen wir Sorge und Verantwortung, dass Weihnachten in den Gefängnissen trotz aller Einschränkungen Momente mit Familie und Besinnung bieten kann", sagt Justizministerin Katja Meier. Großer Dank gebühre in diesen Tagen den JVA-Bediensteten, den Seelsorgern, der Freien Straffälligenhilfe, der Suchtberatung und den ehrenamtlichen Unterstützern. Die Ministerin bedankt sich aber bei den Gefangenen, die Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz zeigen.

Derzeit gibt es unter den rund 2.900 Insassen der sächsischen Justizvollzugsanstalten elf Gefangene, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. (SZ/jö)

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