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Riesa

Kassen zahlen Fahrten ins Impfzentrum

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Versicherte Anspruch, die Kosten für den Weg in die Riesaer Arena erstattet zu bekommen.

Mit dem Taxi zum Impfen in die Riesaer Sachsenarena? Je nach Anfahrtsweg kann das teuer werden. Manche Versicherte können jedoch die Kosten von der Krankenkasse erstattet bekommen.
Mit dem Taxi zum Impfen in die Riesaer Sachsenarena? Je nach Anfahrtsweg kann das teuer werden. Manche Versicherte können jedoch die Kosten von der Krankenkasse erstattet bekommen. © Fotos: Eric Weser, Pixabay/birgl;Montage: SZ

Landkreis. Der Weg zur Corona-Schutzimpfung verlangt nicht nur Mühe und Zeit, sondern auch den Griff ins Portmonee. Gerade bei Senioren, die daheim leben, nicht besonders mobil sind und nicht auf Angehörige zurückgreifen können. Für sie kann eine Fahrt per Taxi oder Fahrdienst ins Impfzentrum ein großer finanzieller Posten werden. Gesetzlich Versicherte können sich die Kosten bei ihrer Krankenkasse erstatten lassen – zumindest, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Darauf verweist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband). Der Verband hat den Kassen demnach empfohlen "in Fällen, in denen die Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nicht durch ein mobiles Impfteam oder anderweitige Maßnahmen der Bundesländer (z. B. Impfbusse) sichergestellt wird, Fahrtkosten für das medizinisch notwendige Transportmittel für anspruchsberechtigte Versicherte ... bis zum nächst erreichbaren Impfzentrum zu übernehmen", heißt es auf der Webseite.

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Wer anspruchsberechtigt ist, regelt demnach das fünfte Sozialgesetzbuch in Paragraf 60 im ersten Absatz. Dort werden als Voraussetzungen unter anderem ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "aG", "Bl" oder "H" genannt, des Weiteren die Einstufung in die Pflegegrade 3, 4 oder 5.

Weiter heißt es vom GKV-Spitzenverband: "Sollte ein Taxi oder ein höherwertiges Transportmittel erforderlich sein, bedarf es zum Nachweis des medizinisch erforderlichen Transportmittels einer Verordnung einer Krankenbeförderung", die der sonst behandelnde Arzt ausstelle. Fragen seien an die jeweilige Krankenkasse zu richten.

Die Techniker Krankenkasse erklärt in Richtung ihrer Versicherten: "Wenn Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten haben, gilt dieser auch für die Fahrt zum Impfzentrum."

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Von der AOK Plus hieß es auf Nachfrage, grundsätzlich würden gesetzliche Kassen Fahrtkosten für die Personen, die auch ansonsten Fahrtkosten zu ambulanten Behandlungen erhalten – bei Nutzung des aus medizinischer Sicht notwendigen wirtschaftlichsten Beförderungsmittels bis zur nächsterreichbaren Behandlungsstätte. Gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungen würden jedoch trotzdem anfallen. Bei der AOK geht man jedoch davon aus, dass "immobile Patienten, die noch in der eigenen Wohnung leben, zu gegebener Zeit durch mobile Impfteams geimpft werden sollen", so eine Sprecherin. Das genaue Prozedere sei aber noch nicht genau bekannt. (SZ)

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