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Kritik an Kahlschlag vor der Arena

Vor Riesas großer Veranstaltungshalle ist ein Grünstreifen verschwunden. Das sorgt für Unverständnis.

Auf diesem Streifen zwischen Fußweg und Parkplatz neben der Sachsenarena (links, nicht im Bild) wuchsen vor einigen Wochen Bodendecker. Dass sie entfernt worden, will ein Stadtrat nicht hinnehmen.
Auf diesem Streifen zwischen Fußweg und Parkplatz neben der Sachsenarena (links, nicht im Bild) wuchsen vor einigen Wochen Bodendecker. Dass sie entfernt worden, will ein Stadtrat nicht hinnehmen. © Eric Weser

Riesa. Eine kürzlich geschotterte Fläche am Parkplatz vor der Sachsenarena hat Kritik ausgelöst. Stadtrat Gunnar Hoffmann (parteilos) sagte im Bauausschuss am Donnerstag, ihm erschließe sich nicht, warum ein etwa 150 Meter langer Grünstreifen beseitigt worden sei. Statt Büschen und Rasen gebe es dort jetzt Steine.

OB Marco Müller (CDU) verwies darauf, dass die Maßnahme in Verantwortung der FVG passiert sei. Die städtische Tochtergesellschaft betreibt die Sachsenarena.

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Müller nahm dennoch Stellung zu der Kritik: "Die Bodendecker, die es dort gab, waren sehr verunkrautet und sehr alt." Darin seien Hinterlassenschaften von Arenabesuchern in Größenordnung verblieben. Die FVG habe deshalb entschieden, die Gewächse herauszunehmen und eine Schotterung aufzubringen. Diese werde noch um Baumpflanzungen ergänzt, so der OB.

Gunnar Hoffmann begrüßte die angekündigten Pflanzungen. Die Begründung für die Beseitigung des Grüns sei für ihn aber keine. Er bitte zu prüfen, ob der Grünstreifen wiederhergestellt werden könne – notfalls solle das per Ratsbeschluss in die Wege geleitet werden.

Das wies OB Müller zurück: Die Fläche sei kein Stadteigentum. Einfluss als Aufsichtsrats-Chef der FVG zu nehmen, lehnte Müller ebenfalls ab: Für das operative Geschäft sei die FVG-Geschäftsführung verantwortlich.

In den Sozialen Netzwerken hatte Gunnar Hoffmann, der im Juli gegen Amtsinhaber Marco Müller bei der OB-Wahl angetreten war, die Beseitigung des Grünstreifens bereits vergangene Woche beanstandet und für seine Kritik viel Zuspruch erfahren. (SZ/ewe)

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