Riesa
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Fundstücke erzählen von Gefangenschaft

Sieben Monate lang war die Gedenkstätte Zeithain geschlossen. Eine Sonderausstellung auf dem Gelände wird deshalb verlängert.

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Fundstücke aus dem Gefangenenlager: Eine Sonderausstellung im Ehrenhain widmet sich den Funden - und das länger als geplant.
Fundstücke aus dem Gefangenenlager: Eine Sonderausstellung im Ehrenhain widmet sich den Funden - und das länger als geplant. © Sebastian Schultz

Zeithain. Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain öffnet am Mittwoch, 2. Juni 2021, wieder ihre Türen für Besucher. Das teilt Gedenkstättenleiter Jens Nagel mit. Wegen der Pandemie war die Einrichtung seit November 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen gewesen. "Die Beschäftigten freuen sich, nun wieder Interessierte aus nah und fern zu den regelmäßigen Öffnungszeiten begrüßen zu dürfen", schreibt Nagel.

Zusätzlich zur Dauerausstellung kann in der Gedenkstätte die Sonderausstellung in der ehemaligen Lagerbaracke besucht werden. Unter dem Titel "Dinge unserer Nachbarn … geborgen. Funde aus dem Kriegsgefangenenlager Zeithain" befasst sich die Dresdner Künstlergruppe "pink tank" befasst mit Fundstücken aus dem Areal des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers. Sie wird aufgrund der langen Schließzeit bis 30. September 2022 verlängert.

Im Winter 2016/17 hatten illegale Grabungen eine Reihe von alten Gegenständen auf dem Gelände des Lagers zutage gefördert. Die Fundstücke waren zunächst sortiert und im Vereinshaus zwischengelagert worden. Die Ausstellung will die Besucher dazu anregen, sich selbst mit einem Teil der mehr als 1.000 Einzelobjekte auseinanderzusetzen. Dabei sollen die Besucher selbst in den Kartons mit den Fundstücken stöbern und auf Entdeckungstour gehen. Auf Kärtchen können sie dann ihre Assoziationen, Gedanken und auch Fragen notieren.

Man lade vor allem Schüler der regionalen Oberschulen und Gymnasien dazu ein, die Gedenkstätte als Lernort zu nutzen, betont Jens Nagel. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für Fragen gern zur Verfügung." Angehörige von im Kriegsgefangenenlager Zeithain Verstorbenen können die Dauerausstellung sowie die zum Gedenkstättenkomplex gehörenden Friedhöfe ebenfalls besuchen und dabei die Betreuung durch russisch- oder italienischsprachige Besucherreferenten über die Gedenkstätte kostenlos buchen.

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Gemäß den aktuell geltenden Bestimmungen müssen Besucher ab sieben Jahre einen tagesaktuellen, negativen Coronaschnelltest vorweisen. Die Testpflicht entfällt für Besucher, die über einen vollständigen Impfschutz gegen Sars-CoV-2 verfügen oder von einer Infektion mit dem Virus genesen sind. Für den Gedenkstättenbesuch gelten darüber hinaus die Hygienevorschriften von 1,50 Meter Mindestabstand zwischen Personen und das verpflichtende Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder FFP2-Maske in geschlossenen Räumen.

  • Öffnungszeiten: samstags bis donnerstags, 10 bis 16 Uhr, und freitags, 10 bis 14 Uhr

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