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Riesa

Landrat Hänsel besuchte Glaubitz

Bürgermeister Thiemig nutzt die Gelegenheit, um auf vier Probleme hinzuweisen.

Der neue Landrat Ralf Hänsel macht sich mit den Kommunen des Landkreises Meißen vertraut. Diesmal war er in Glaubitz.
Der neue Landrat Ralf Hänsel macht sich mit den Kommunen des Landkreises Meißen vertraut. Diesmal war er in Glaubitz. © Klaus-Dieter Brühl

Glaubitz. Meißens Landrat Ralf Hänsel (parteilos) besucht einmal im Monat eine Gemeinde, um sich mit deren aktuellen Themen vertraut zu machen. Anfang der Woche war er in Glaubitz. Das teilte die Pressestelle des Landkreises Meißen mit.

Mit rund 2.100 Einwohnern und nur drei Ortsteilen ist Glaubitz eine der kleinsten Kommunen im Kreis. Sie verzeichnet aber mit Abstand den größten Bevölkerungszuwachs. In den vergangenen fünf Jahren belief sich das Plus auf 6,2 Prozent. "Das ist der höchste Wert im Landkreis Meißen", sagte Bürgermeister Lutz Thiemig (parteilos) nicht ohne Stolz.

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Kita braucht mehr Platz

Die erfreuliche Entwicklung stelle die Gemeinde aber auch vor neue Herausforderungen. Zum Beispiel für die integrative Kita "Bummi". Sie bietet bis zu 150 Kindern von der Kinderkrippe bis zum Hort Platz. Weil sich in Glaubitz aber immer mehr junge Familien ansiedeln, wird ein neuer Krippenraum für fünf bis acht Kinder benötigt.

Ein Spielbereich soll dafür umgebaut werden. "Die Nutzungsänderung zieht hohe Kosten nach sich", erläuterte Thiemig. Der Bürgermeister ist dankbar für einen privaten Spender, der das Projekt finanziell unterstützt. Doch ohne staatliche Fördermittel ist das Projekt nicht zu stemmen.

Mangel an Bauplätzen

Der Zuwachs an Einwohnern bedeutet aber auch, dass in Glaubitz weitere Baugrundstücke für Eigenheime benötigt werden. "Wir haben zahlreiche Anfragen für Bauplätze, können aber nichts anbieten", so Thiemig weiter. Er zeigte dem Landrat die Straße "Am Seebergblick", wo sich in den zurückliegenden Jahren viele junge Familien den Traum vom eigenen Haus erfüllten. Auf einem Feld daneben möchte die Gemeinde so bald wie möglich ein neues Wohngebiet erschließen und hofft auf die Unterstützung des Landrats.

Feuerwehr hofft auf Zuschüsse

Am Herzen liegt dem Bürgermeister außerdem die Feuerwehr. Nachdem den Kameraden der Nachwuchs in Radewitz fehlte, wurde beschlossen, die Ortswehr mit Glaubitz zusammenzuschließen. Das alte Feuerwehrhaus in Glaubitz ist jedoch zu klein, um alle Gerätschaften und das Fahrzeug aus Radewitz aufzunehmen.

Die Lösung ist eine ehemalige Kfz-Werkstatt am Dorfteich. Sie ist groß genug, um alle drei gemeindeeigenen Feuerwehrfahrzeuge und den ABC-Erkunder des Landkreises Meißen, den die Glaubitzer Kameraden besetzen, unterzubringen. Das Grundstück hat die Gemeinde bereits gekauft. Für den Umbau zum Gerätehaus hofft Glaubitz ebenfalls auf Fördermittel des Freistaates Sachsen, die über die Kreisbrandmeisterei verteilt werden.

Straßenregelung wegen Bahnbau

Zum Abschluss besichtigten die beiden Kommunalpolitiker die Baumaßnahmen der Deutschen Bahn in Glaubitz. Zwei Bahnübergänge werden dort untertunnelt. Thiemig sieht noch Regelungsbedarf für die Einbindung der künftigen Bahnhofstraße an die Kreisstraße. (SZ/jö/ewe)

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