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Als sich Riesa feierte

2019 fielen Tag der Sachsen und die 900-Jahr-Feier zusammen. Ein Jahr später schauen einige der Verantwortlichen in einer Chronik zurück.

Blick ins Fotoalbum: In einem Buch lässt der Verein "Riesa und die Welt" das Festjahr noch einmal Revue passieren.
Blick ins Fotoalbum: In einem Buch lässt der Verein "Riesa und die Welt" das Festjahr noch einmal Revue passieren. © Sebastian Schultz

Riesa. Für die Veranstaltungsbranche war 2020 ein Jahr zum Vergessen. Ob Stadtfest, Weihnachtsmarkt oder Flohmarkt, kaum ein Event konnte wie geplant stattfinden. Angesichts solcher Tristesse mag mancher schon fast vergessen haben, dass Riesa nur ein Jahr zuvor groß feiern durfte: Tag der Sachsen, 900. Stadtjubiläum, ein seltenes Festjahr.

Mit einer Buchveröffentlichung wird nun noch einmal an das besondere Jahr 2019 in Riesa erinnert. Idee und Umsetzung gehen auf den Verein "Riesa und die Welt" zurück, erzählt Mitorganisator Kurt Hähnichen. "Es war eine spontane Idee", sagt er über die gut 120 Seiten dicke Chronik, die das Festjahr noch einmal Revue passieren lässt. Dabei hangelt sie sich nach einem kurzen historischen Abriss maßgeblich von Veranstaltung zu Veranstaltung, beginnend bei Impressionen vom Neujahrskonzert und dem Wirtschaftsball, bis hin zu Klosterweihnacht und der Stadtwette der Werbegemeinschaft.

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Eingestreut sind kurze Beiträge über Jubiläumsgeschenke und Investitionen, die im Rahmen des Festjahres getätigt wurden, der Rathausplatzsanierung werden etwa zwei Doppelseiten gewidmet. Es dominieren die Bilder, die Texte sind kurz gehalten. Bleibt die Frage, ob es so ein Buch braucht - schließlich gibt es doch schon die jedes Jahr erscheinende Chronik? Diese Frage wurde auch unter den Verantwortlichen kontrovers diskutiert, sagt Kurt Hähnichen. "Ein Teil war begeistert, ein Teil war skeptisch und fragte: Braucht das die Welt." Das 900-Jahr-Buch soll der Chronik keine Konkurrenz machen, sagt er deutlich. "Es geht eher noch mal um eine Würdigung dessen, was da geleistet wurde."

Etwa 200 Exemplare des Buches gehen in den Verkauf. Erhältlich ist es über die Riesa-Information.
Etwa 200 Exemplare des Buches gehen in den Verkauf. Erhältlich ist es über die Riesa-Information. © Sebastian Schultz

Ein Dreivierteljahr wurde an dem Buch gearbeitet, verrät Kurt Hähnichen noch, quasi während der kompletten Corona-Zeit. Die ging auch an den Beteiligten nicht spurlos vorbei. Als der Chef-Layouter an Corona erkrankte, musste gerade in der Schlussphase noch eine andere Schriftsetzerin einspringen. "Die kenne ich bis heute nur mit Maske", sagt Kurt Hähnichen im Scherz. Möglich geworden sei das recht kurzfristig entstandene Buchprojekt auch dank Unterstützung aus dem Rathaus: Der Oberbürgermeister habe sozusagen die Schirmherrschaft übernommen. Das Buch ersetze sozusagen in diesem Jahr den Riesa-Fotokalender.

Insgesamt 500 Stück beträgt die Auflage, aber nur etwa 200 sollen über die Riesa-Information in den freien Verkauf gehen, so Hähnichen. Der Rest wurde als kleines Dankeschön an jene verschickt, die aktiv am Festjahr beteiligt waren. "Ich denke, den eigentlichen Wert wird das Buch erst in den nächsten zehn, 15 Jahren entfalten, wenn man darin blättert und sieht, was damals alles in Riesa gelaufen ist."

Das Buch "900 Jahre Riesa" kann für 15 Euro (zzgl. Versandkosten) in der Riesa-Information zur Abholung oder für den Versand bestellt werden, oder aber über den Online-Shop der Riesa-Information, Tel. 03525 529420.

https://www.riesa.de/deu/tourismus/

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