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Riesa

Autoknacker muss drei Jahre in Haft

Mit einem Stein schlug ein 35-Jähriger die Seitenscheiben parkender Fahrzeuge ein und stahl Wertsachen. Polizei und Justiz ist er gut bekannt.

Nach einer Diebstahlserie 2019 warnen diese Schilder im Riesaer Stadtgebiet Autofahrer davor, Wertsachen im Auto zurückzulassen.
Nach einer Diebstahlserie 2019 warnen diese Schilder im Riesaer Stadtgebiet Autofahrer davor, Wertsachen im Auto zurückzulassen. © Eric Weser

Riesa. Ein Jahr nach einer Serie von Autoeinbrüchen in Riesa und Umgebung hat das Amtsgericht Dresden einen 35-Jährigen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Wie die Morgenpost berichtet, hatte der Mann mit einem Stein die Seitenscheiben parkender Fahrzeuge eingeschlagen, um an Wertsachen zu gelangen. Insgesamt 15 Fälle wurden ihm zur Last gelegt. Unter anderem stahl er Hand- und Aktentaschen, Geldkarten und Werkzeug. Aus einem Fahrzeug der Diakonie ließ er Unterlagen und Schlüssel der Patienten mitgehen. Den Schaden an den Fahrzeugen bezifferte die Staatsanwaltschaft mit mehr als 5.400 Euro, hinzukommen 2.200 Euro Stehlschaden.

Der schwer drogenabhängige Mann war der Polizei schon im Vorfeld wegen verschiedener Delikte bekannt gewesen – auch Autoaufbrüche waren bereits darunter. Im Visier der Ermittler war der 35-Jährige deshalb schon länger. Laut Morgenpost überführte schließlich ein DNA-Treffer den mehrfach vorbestraften Täter. Am Amtsgericht Dresden wurde er nun zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Vor Gericht gab er an, sich nicht mehr an jede einzelne Tat erinnern zu können.

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In den vergangenen Jahren hatte es im Riesaer Stadtgebiet immer wieder Autoaufbrüche gegeben, mehrere Täter wurden deshalb schon verurteilt, auch sie hatten die Diebstähle begangen, um ihre Sucht zu finanzieren. Nach einer Serie 2019 reagierten Stadt und Polizei und stellten an den Parkplätzen Schilder auf, die Autofahrer auf die Diebstahlgefahr hinweisen. (SZ/stl)

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