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Riesa

"Corona-Hilfe" für Sternwarte und Co.

Viele Vereine aus Riesa und Umgebung blicken auf ein schweres Jahr zurück. Die Volksbank unterstützt einige von ihnen mit einer unverhofften Finanzspritze.

Der Sternwarten-Verein im Stadtteil Weida und 43 andere Initiativen können sich über finanzielle Unterstützung freuen.
Der Sternwarten-Verein im Stadtteil Weida und 43 andere Initiativen können sich über finanzielle Unterstützung freuen. © KD BRUEHL

Riesa/Großenhain. Kaum Wettbewerbe, Trainingsausfall, wenig Möglichkeiten, um Mitglieder und Unterstützer zu werben: 2020 ist bisher ein gebrauchtes Jahr für nahezu alle Vereine in der Region. Umso schöner ist die Nachricht, die jetzt eine Reihe von Vereinschefs per Post erreichte. Unter der Überschrift "Corona-Soforthilfe" stellt die Volksbank Riesa eine kleine Finanzspritze für die verschiedenen Initiativen bereit.

"Wir spenden im Grunde jedes Jahr vor Weihnachten an Vereine", sagt Sprecherin Kerstin Harsch, "auch unabhängig von Corona." Allerdings sei in diesem Jahr die Summe noch mal ein wenig aufgestockt worden, weil das Jahr 2020 viele von ihnen vor größere Herausforderungen gestellt habe. Insgesamt 34.000 Euro Corona-Soforthilfe wurden ausgeschüttet, verteilt auf 44 Vereine.

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Die Empfänger der Förderung arbeiten überall verteilt um Riesa, Oschatz und Großenhain, dem Verbreitungsgebiet der Volksbank Riesa. Die Spanne reicht vom Musik- über den Sportverein, bis hin zu Fördervereinen für Schulen. "Wir bekommen das ganze Jahr über Anfragen von Vereinen, das wurde bei der Auswahl zum Teil berücksichtigt", so Kerstin Harsch. Ein Teil sei dann auch aktiv von Verantwortlichen der Bank ausgewählt worden.

Die SG Kreinitz ist einer der Empfänger der "Corona-Soforthilfe" - und durfte den symbolischen Spendenscheck entgegennehmen.
Die SG Kreinitz ist einer der Empfänger der "Corona-Soforthilfe" - und durfte den symbolischen Spendenscheck entgegennehmen. © Volksbank Riesa

Neben der SG Kreinitz, deren Vorsitzender Raik Förster den symbolischen Scheck stellvertretend entgegennahm, bekam etwa die Sternwarte Riesa 300 Euro "Corona-Hilfe". Sternwarten-Chef Stefan Schwager erzählt, er sei angenehm überrascht gewesen. "Es geht ja nicht einmal direkt um die Summe. Es ist einfach eine schöne Geste, kurz vor Weihnachten."

Bei der Bank selbst geht die Arbeit trotz Corona derzeit ihren normalen Gang, erklärt Kerstin Harsch. Man arbeite ganz normal, anders als im ersten Lockdown gebe es derzeit auch keine Kurzarbeit. Auch an den Öffnungszeiten sei bislang nichts verändert worden.

Neben der Volksbank hatte auch der Stahlhandel Gröditz mit einer Aktion verschiedene Projekte in der Region gefördert. Auch hier gehörte die Sternwarte mit zu den Profiteuren, wie Sternwarten-Chef Stefan Schwager am Mittwoch mitteilte. „Angesichts klammer Kassen in den Kommunen und steigenden Belastungen durch die Corona-Krise ist dies eine absolute Bereicherung für die Region, dass diese Firmen so aktiv und mitfühlend den Vereinen der Region helfen.“

Fehlt nur noch der Kontakt zu den Gästen, so Schwager. Seit April pausiert beispielsweise die Kinderuniversität – in der letzten Vorlesung im März stand noch das Thema „Corona“ auf dem Plan. „Dem Verein fehlen vor allem dadurch auch wichtige Einnahmen und finanzielle Mittel. Das ist für gemeinnützige Vereine wie der Volkssternwarte schon ein schweres Stück derzeit.“ Da rückten Pläne für das Gelände und die technische Ertüchtigung bisweilen in den Hintergrund.

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