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Riesa

Betrüger schlägt sechsmal in Riesa zu

Mit einer gestohlenen EC-Karte macht ein Mann Beute im Wert von mehr als 20.000 Euro. Die Corona-Regeln erleichtern ihm die Taten.

Mit einer gestohlenen EC-Karte ging ein Betrüger in Sachsen auf Einkaufstour - ein halbes Dutzend Mal allein in Riesa.
Mit einer gestohlenen EC-Karte ging ein Betrüger in Sachsen auf Einkaufstour - ein halbes Dutzend Mal allein in Riesa. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolfoto)

Riesa. Bezahlung per EC-Karte ist bequem - aber birgt auch Risiken: Das mussten jetzt ein Kontobesitzer und diverse Banken und Händler feststellen. Dem Täter machten es offenbar auch die Corona-Vorschriften leicht. Derzeit fällt niemand auf, der maskiert in ein Geschäft geht, um dort mit Karte zu bezahlen.

Allein in Riesa schlug der Unbekannte sechs Mal zu - etwa in Geschäften auf dem Boulevard Hauptstraße oder im Einkaufszentrum Riesapark. Jedes Mal waren unterschiedliche Läden betroffen, ein Schuhhändler beispielsweise oder ein Uhrmacher.

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Alle Taten spielten sich ein einem Zeitraum von lediglich sechs Tagen ab. Irgendwann am 16. oder 17. November 2020 stiehlt ein bislang Unbekannter eine EC-Karte, die zu einem Sparkassen-Girokonto gehört. Es sieht ganz danach aus, als wäre der Dieb auch in den Besitz der Geheimzahl gelangt: Denn in den nächsten fünf Tagen geht ein Täter nicht nur auf illegale Einkaufstour, sondern hebt auch mehrfach Bargeld an Automaten ab.

"Bisher sind 25 Fälle bekannt", teilt die Polizei mit. Offenbar gab sich der Tatverdächtige dabei nicht mit Kleckerbeträgen zufrieden - laut Polizei entstand ein Vermögensschaden von mehr als 20.000 Euro. Das entspricht etwa einem Betrag von 1.000 Euro pro Fall.

Schlanke Figur, sächsischer Dialekt

Die Polizei hat das Bildmaterial von diversen Überwachungskameras ausgewertet. Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass es sich bei dem unbekannten Tatverdächtigen bei jeder Tat um dieselbe Person handelt. Mal trägt er einen dunklen Parka mit Kapuze mit hellem Fellrand, dunkle Hose und schwarze Schuhe, mal eine eng sitzende schwarze Lederjacke, mal eine schwarze Wollmütze mit dem Label „Lonsdale“ samt goldfarbenem Löwen. Immer aber rechnet er damit, gefilmt zu werden - und ist deshalb mit Mundschutz oder gar einer Sturmhaube maskiert.

Die Tatorte verteilen sich auf mehrere verschiedene Städte in Sachsen - schwerpunktmäßig auf Leipzig, Torgau, Eilenburg, Riesa und Dresden.

Trotz umfangreicher Ermittlungen konnten bisher keine weiterführenden Hinweise gewonnen werden, die zur Identifizierung des unbekannten Tatverdächtigen führten. Die Leipziger Polizei wendet sich deshalb mit den Bildern an die Öffentlichkeit, nachdem sie einen richterlichen Beschluss erwirkt hat.

Der sieht vor, dass die Überwachungsaufnahmen zwar in regionalen Printzeitungen gedruckt werden dürfen, online aber nur per Verlinkung auf das Fahndungsportal der Polizei.

Der männliche Täter hat ein scheinbares Alter von etwa 20 bis 30 Jahren, ist zwischen 1,75 und 1,85 Meter groß, schlank und spricht sächsischen Dialekt. Die Polizei fragt: Wer erkennt den unbekannten Mann? Wer weiß, wo er sich regelmäßig aufhält?

Zeugenhinweise an die Kriminalaußenstelle Torgau, Husarenpark 21, 03421 756325 oder an die Polizeidirektion Leipzig, Dimitroffstraße 1, 04107 Leipzig, 0341 96646666 - oder an jede andere Polizeidienststelle.

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