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Corona-Test in der Turnhalle

Kurz vor dem Schulstart ließen sich Lehrer und Schüler in Riesa auf das Virus testen. Die meisten sind froh, dass die Schule wieder losgeht.

Bis Dienstag finden in der Turnhalle des Städtischen Gymnasiums in Riesa Corona-Tests statt.
Bis Dienstag finden in der Turnhalle des Städtischen Gymnasiums in Riesa Corona-Tests statt. © Kristin Richter

Riesa. Es ist noch dunkel, als der Krankenwagen des DRK in die Einfahrt biegt und vor dem Haupteingang der Turnhalle an der Robert-Schumann-Straße zum Stehen kommt. Vor dem Gebäude warten schon eine Handvoll Männer und Frauen auf die Hausherrin. Die kommt pünktlich 7 Uhr auf das Gelände. Silke Zscheile wirft ein freundliches "Guten Morgen" in die Runde, dann betritt die Gruppe aus Lehrern, Sozialarbeiterinnen und Helfern des DRK die Turnhalle.

Zwei Tage lang wird der Flachbau gegenüber dem Städtischen Gymnasium zum Corona-Testzentrum. Die kostenlosen Tests markieren den Start zurück in den Präsenzunterricht - jedenfalls für die höheren Klassenstufen. Am Städtischen Gymnasium in Riesa wird, wie auch am BSZ Großenhain, bis Dienstag getestet. Die Corona-Testung ist freiwillig. Rund 200 Schüler haben sich in der vergangenen Woche allein in Riesa angemeldet. Theoretisch wären deutlich mehr möglich gewesen.

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Es ist eine Premiere für alle, selbst für das DRK in Riesa, sagt Rettungsdienstleiter Reiko Pöschl. Bisher haben er und seine Kollegen vornehmlich in Senioreneinrichtungen Corona-Schnelltests vorgenommen. Er sei gespannt, sagt Pöschl, und seine Augen lassen ein Lächeln unter der FFP2-Maske erahnen.

Zehn Minuten bis zum Ergebnis

In der Halle sieht es am Montagmorgen vergleichsweise unspektakulär aus: Vier Tische stehen unterhalb der Anzeigetafel an einem Ende; hier soll getestet werden. Entlang der Längsseite sind wiederum zweimal fünf Tische samt Stühlen aufgebaut - dort können die bereits Getesteten auf ihr Ergebnis warten. Nach dem Nasenabstrich bekommt jeder eine Stoppuhr an den Platz, um die Zeit im Auge zu behalten. Etwa zehn Minuten soll es dauern, bis das Ergebnis vorliegt.

Die Turnhalle des Städtischen Gymnasiums. An den Tischen hinten sollen die Schüler und Lehrer nach den Tests auf das Ergebnis warten.
Die Turnhalle des Städtischen Gymnasiums. An den Tischen hinten sollen die Schüler und Lehrer nach den Tests auf das Ergebnis warten. © SZ

Während die DRK-Mitarbeiter ihre himmelblauen und grünen Kittel überziehen, weist Schulleiterin Silke Zscheile ihre Kollegen ein: "Wer positiv ist, den schicken wir in die Umkleide, negativ geht links raus." In nahezu jedem Raum wird ein Mitarbeiter der Schule postiert sein.

Die ersten Schülerinnen stehen schon eine knappe halbe Stunde vor dem eigentlichen Start an der Tür. "Immer nur drei gleichzeitig rein - und stellt euch mal ein Stück auseinander", mahnt eine Lehrerin, die vor dem Eingang die Aufsicht innehat. Nachdem einige Lehrer des Städtischen Gymnasiums getestet wurden, können die ersten Schüler rein.

Erleichterung über den negativen Test

Den Anfang machen am Montagmorgen die 11. Klassen des Städtischen Gymnasiums. Gegen 8 Uhr hat sich schon eine größere Schlange vor der Turnhalle gebildet. Die Schüler stehen in kleineren Grüppchen mit etwas Abstand beieinander, alle tragen Masken. Nach den Tests werden sie noch den restlichen Montag über frei haben. "Ich finde es erstmal gut, dass es mit dem Unterricht weitergeht", sagt eine Schülerin, die mit einigen Freundinnen draußen wartet. Von zu Hause klappe das Lernen einfach nicht so gut wie im Klassenzimmer, sagen sie alle. "Wer in einem Fach sowieso gut ist, kommt mit, andere eher nicht." Eine andere Elftklässlerin sieht das ähnlich. "Ich habe aber schon ein bisschen komisches Gefühl, weil die Fallzahlen zurzeit so hoch sind", sagt sie.

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Denen, die schon getestet wurden, ist ein wenig Erleichterung über das negative Testergebnis anzumerken. Eine Lehrerin berichtet direkt ihrer Kollegin von der guten Nachricht, zwei Schülerinnen beglückwünschen sich per Faustgruß. "Bisschen unangenehm war's schon", sagt eine Gymnasiastin nachher. "Aber das war nach 20 Sekunden vorbei." Getestet werden sollte am Montag in Riesa noch bis in den Nachmittag. Die Ergebnisse sollen dann vom DRK ans Gesundheitsamt übermittelt werden, hieß es.

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