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Riesa

"Dunkle Oasen für die Tierwelt schaffen"

Die "Dark Sky Week" will auf Lichtverschwendung aufmerksam machen.

Sven Schöne will sich mit den Paten der Nacht für einen sparsameren Umgang mit künstlichem Licht einsetzen.
Sven Schöne will sich mit den Paten der Nacht für einen sparsameren Umgang mit künstlichem Licht einsetzen. © Klaus Dieter Bruehl

Riesa. Noch bis zum 12. April ist die "International Dark Sky Week". Mit der "Woche des dunklen Himmels" soll auf den verschwenderischen Gebrauch von künstlichem Licht aufmerksam gemacht werden. Sven Schöne von den Paten der Nacht in Riesa erklärt, was sich dahinter verbirgt - und warum es nicht nur um Sternengucker geht.

Herr Schöne, worum geht es bei der Dark Sky Week?

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Darum, dass man sich einfach mal Gedanken macht, welches Licht man eigentlich braucht. Seitens der Paten der Nacht gibt es anlässlich der Woche eine Reihe von Interviews, um auf das Thema Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen.

Wo sollte man denn anfangen, wenn man Licht sparen will?

Bei der unnötigen Beleuchtung, die vom Menschen gar nicht genutzt wird. Aus biologischer Sicht müsste ich jetzt sagen: Am besten ist es, wenn das Licht ganz aus bleibt. Ich denke aber, manche Dinge muss man einfach probieren und sich fragen: Wo kann ich Licht und damit auch Strom sparen? Viel Sparpotenzial steckt in Werbe- und Dekobeleuchtung. Gerade im Zeitraum von 23 bis 5 Uhr muss doch nicht alles leuchten.

Im Frühling zieht es viele Menschen in den Garten. Was wäre da zu beachten?

Den Garten naturnah gestalten, deshalb auch möglichst auf künstliche Beleuchtung verzichten, das wäre für die einheimische Tierwelt das Beste. Das Schlimmste, das man machen kann, wäre eine Kugelleuchte mitten ins Blumenbeet zu stellen, die dann am Ende noch die Nacht durchleuchtet. Besser ist es, wenn das Licht bei Bedarf angeht: per Schalter oder über einen Bewegungsmelder. So, wie ich es eben brauche. Die Gärten könnten damit zu dunklen Oasen für die Tierwelt werden, denn Tiere benötigen die natürliche Dunkelheit in der Nacht. Man könnte dafür auch Brachen benutzen - etwa das Ernst-Grube-Stadion.

Was meinen Sie damit?

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