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Riesa

Einsame Ehrung

Riesas OB legt am Stadtrand Blumen nieder. Die Stadträte fehlen – wegen Corona.

Riesas OB Marco Müller (CDU) legt weiße Rosen an der Geschwister-Scholl-Straße nieder.
Riesas OB Marco Müller (CDU) legt weiße Rosen an der Geschwister-Scholl-Straße nieder. © Uwe Päsler/Stadt Riesa

Riesa. Vor 78 Jahren, am 22. Februar 1943, wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl und weitere Frauen und Männer der Gruppe „Weiße Rose“ von den Nationalsozialisten ermordet. Sie hatten Flugblätter gegen die NS-Diktatur verbreitet.

Als Geste des Gedenkens an die Widerstandskämpfer legte Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) im Namen des Riesaer Stadtrates an der Erinnerungsstätte Geschwister-Scholl-Straße weiße Rosen nieder. Im Vorfeld hatten sich die Ratsfraktionen und der Oberbürgermeister nach Angaben der Stadtverwaltung darauf verständigt, wegen der Corona-Pandemie auf eine gemeinschaftliche Zeremonie zu verzichten.

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Die Geschwister-Scholl-Straße liegt in einem Gewerbegebiet in Merzdorf. Die frühere Mannheimer Straße war nach einem Stadtratsbeschluss vor elf Jahren umbenannt worden: Anlass gab, dass dort die rechtsextreme NPD ihren Parteiverlag Deutsche Stimme angesiedelt hatte. Die NPD wird als wesensverwandt mit dem historischen Nationalsozialismus eingeschätzt. (SZ)

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