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Eiszeit bei 33 Grad in Riesa

Das Café Roma am Kino ist nicht nur bei Sommerhitze gut besucht. Aber es gibt ein Problem.

Peter Ludwig serviert bereits im dritten Jahr in Folge Eis im Café Roma.
Peter Ludwig serviert bereits im dritten Jahr in Folge Eis im Café Roma. © Foto: Lutz Weidler

Riesa. Jetzt ist der Sommer auch in Riesa so richtig angekommen. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad verkauft sich neben Kaltgetränken auch Eis gut – und das gibt es im Café Roma auf der Hauptstraße. Original mit italienischen Zutaten natürlich. „Mein Onkel macht bei uns das Eis“, erzählt Tommaso Vigliotti, der 2010 das Café von seinen Eltern übernommen hat, die es im April 1999 an der Ecke der Elbgalerie und gegenüber des Kinos eröffneten.

Nicht nur sein Onkel arbeitet im Roma, sondern auch noch zwei Schwestern von Vigliotti und zwei Cousins. „Ich helfe überall, wo es gerade nötig ist“, sagt Vigliotti. Und seine Hilfe ist aktuell sehr gefragt, denn es fehlen nach den Corona-Einschränkungen und Schließungen einige Mitarbeiter. „Früher hatten wir zwölf Mitarbeiter, jetzt nur acht bis neun. Wir mussten ja einige Monate ganz schließen und danach gab es erstmal nur Außenverkauf. Ich hoffe, dass wir für die Sommersaison noch Aushilfen finden.“

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Am Donnerstag gegen 14 Uhr ist das Eiscafé schon mal gut gefüllt. Im überdachten Außenbereich ist nur noch ein Dreiertisch frei – der steht alleine in der prallen Sonne. Eine Schlange an der Bedientheke gibt es um diese Zeit noch nicht. „Da geht es erst gegen 14.30 Uhr so richtig los“, weiß der 34-Jährige aus langjähriger Erfahrung. Denn um diese Zeit drängen sich dann auch die Schulkinder durch die Hauptstraße. „Eigentlich haben wir draußen rund 150 Sitzplätze und drinnen 60. Aber derzeit können wir wegen des Personalmangels rund zehn Tische weniger herausstellen. Das sind 40 bis 50 Plätze weniger. Es ist eben schwieriger geworden in der Gastronomie.“

Am Nachmittag sind die Plätze im Roma bei gutem Wetter fast immer belegt. Der Betreiber würde gern mehr Tische rausstellen - aber dafür fehlt das Personal.
Am Nachmittag sind die Plätze im Roma bei gutem Wetter fast immer belegt. Der Betreiber würde gern mehr Tische rausstellen - aber dafür fehlt das Personal. © Foto: Lutz Weidler

Aktuell ist das Café von 10 bis 20 Uhr geöffnet – eine Stunde weniger als vor Corona. Auch aufgrund der fehlenden Mitarbeiter. Dabei ist das Roma auf der Riesaer Hauptstraße seit einiger Zeit sozusagen der Platzhirsch, denn das nur wenige hundert Meter entfernte Eiscafé Florenz hatte schon vor der Corona-Pandemie zugemacht. „Das hat sich bei uns schon positiv bemerkbar gemacht“, erzählt Vigliotti.

Und was geht derzeit am besten bei der Kundschaft? „Die großen Erdbeerbecher und bei den Kugeln das Mozart-Eis, das wir aus Schokolade und Pistazien kreiert haben.“ Die Corona-Schließungen hatten aber auch Folgen für den Preis der Kugeln, die statt 1,10 nun 1,20 Euro kosten. Dafür hat das Roma aber mehr als 30 Sorten im Angebot, die jeden Morgen vom Onkel frisch hergestellt werden.

Ab und an schauen auch Vigliottis Eltern noch vorbei bei ihrem Sohn und seinem Eiscafé. „Sie sind aus familiären Gründen nach Italien zurückgekehrt“, erzählt der 34-Jährige, während die ersten Schülerinnen und Schüler über die Hauptstraße schlendern und sich auch ein Eis genehmigen.

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