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Gröditz spart preiswürdig

Mehr Gebäude, weniger Heizkosten - für dieses Ergebnis bekam der Bürgermeister jetzt Glückwünsche vom Umweltminister.

Ein Preis für Gröditz: Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) überreicht eine Urkunde an Bürgermeister Jochen Reinicke, der von Simone Helbig von der Stadtverwaltung begleitet wird. Tilman Werner von der Saena hält die Blumen (v.r.).
Ein Preis für Gröditz: Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) überreicht eine Urkunde an Bürgermeister Jochen Reinicke, der von Simone Helbig von der Stadtverwaltung begleitet wird. Tilman Werner von der Saena hält die Blumen (v.r.). © Daniel Koch / SAENA

Gröditz/Pirna. 75.000 Euro weniger Energiekosten? Das dürfte sich so manches Rathaus wünschen. In Gröditz hat es jetzt offenbar geklappt: Die Stadt macht seit 2015 beim Projekt "Kommunales Energiemanagement Sachsen" mit. Und lagen die Energiekosten der Stadt anfangs noch bei 240.000 Euro pro Jahr, konnten sie mittlerweile auf rund 165.000 Euro reduziert werden. "Und das, obwohl zwei neue Gebäude im Liegenschaftsbestand hinzugekommen sind", heißt es von der Sächsischen Energieagentur (Saena).

Gröditz habe die deutlichen Einsparungen erreicht, indem unter anderem die Heizungsanlagen einiger Liegenschaften deutlich optimiert werden. Auch ein mehrjähriges Schulprojekt an der Oberschule habe dabei mitgeholfen. Zusätzlich hätte eine konsequente Digitalisierung der Schulen Einsparpotenziale erschlossen.

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Nach der ersten Zertifizierung im Jahr 2018 ist Gröditz bundesweit die erste Kommune, welche 2019 die zweite Qualitätsstufe des Kommunalen Energiemanagements-Systems erreichen konnte.

Gröditz arbeitet seit Jahren daran, die Heizkosten für kommunale Gebäude zu senken. Das zahlt sich aus.
Gröditz arbeitet seit Jahren daran, die Heizkosten für kommunale Gebäude zu senken. Das zahlt sich aus. © Eric Weser

Insgesamt wurden jetzt vier sächsische Städte von Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) ausgezeichnet - neben Gröditz noch die Städte Lengenfeld und Rodewisch, denen es ebenfalls gelungen war, jeweils mehr als 30 Prozent ihrer Energie- und Wasserkosten einzusparen. Pirna, dort fand die Ehrung am Montag auch statt, wurde für das Engagement im länderübergreifenden Qualitätsstandard Kom.EMS zertifiziert.

Laut der Sächsischen Energieagentur seien die Bewirtschaftung kommunaler Liegenschaften und der damit verbundene Verbrauch von Wärme, Strom und Wasser für einen erheblichen Teil der kommunalen Ausgaben und CO-2-Emissionen verantwortlich. Durch ein professionelles Energiemanagement könnten erhebliche Einsparungen realisiert werden, teils sogar mit Maßnahmen, die keine oder nur geringe Investitionen verlangen. Oft würden diese noch nicht ausgeschöpft. „Die Initiative und der Rückhalt zum Aufbau eines Energiemanagements muss durch die Verwaltungsspitze kommen.“, sagt Tilman Werner, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur. In Sachsen gebe es bereits viele gute Beispiele, an denen man sich orientieren könne. (SZ)

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