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Happy End für Riesaer Weihnachtsmarkt?

Mit einer möglichen Corona-Variante in der Sachsenarena hatte sich mancher nicht anfreunden können. Nun gibt es neue Planungen.

Funken sprühen bei der Klosterweihnacht 2018 im Innenhof des Riesaer Rathauses. Durch die neuen Lockerungen der Corona-Regeln muss der Weihnachtsmarkt nun vielleicht doch nicht in die Arena umziehen.
Funken sprühen bei der Klosterweihnacht 2018 im Innenhof des Riesaer Rathauses. Durch die neuen Lockerungen der Corona-Regeln muss der Weihnachtsmarkt nun vielleicht doch nicht in die Arena umziehen. © Archivfoto: Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Zieht Riesas Weihnachtsmarkt in die Arena? Diese Ankündigung hatte Mitte September für Aufregung gesorgt. Da war bekanntgeworden, dass die Stadt-Tochter FVG an einer überdachten Variante für die Klosterweihnacht arbeitet. Ziel der Aktion: Ein Konzept für einen Riesaer Weihnachtsmarkt zu haben, das auch unter den harten Corona-Vorschriften funktioniert. Debattiert wurde darüber im Rathaus, beim Ausrichter FVG, vor allem in den sozialen Netzwerken. Begeistert waren von der Arena-Variante wenige, mancher sagte aber: Alles ist besser, als gar kein Weihnachtsmarkt.

Nun sieht es aber danach aus, als könnten Besucher in Riesa ihren Glühwein doch noch unter freiem Himmel trinken. Denn in der vergangenen Woche reagierte man in Dresden auf den Wunsch aus den Kommunen und stellte mögliche Lockerungen für Corona-Regeln auf Weihnachtsmärkten in Aussicht. Und während man in Dresden nun einen Striezelmarkt plant, der sich über größere Teile der Innenstadt verteilt, ist man auch in Riesa wieder zuversichtlich, einen eher klassischen Weihnachtsmarkt organisieren zu können.

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Platz genug für einen Weihnachtsmarkt wäre in der Riesaer Sachsenarena. Für die richtige Stimmung müsste man die Halle aber aufwendig vorrichten.
Platz genug für einen Weihnachtsmarkt wäre in der Riesaer Sachsenarena. Für die richtige Stimmung müsste man die Halle aber aufwendig vorrichten. © Eric Weser/Montage: SZ

„Unser Anspruch ist es, unseren Bürgern auch im aktuellen Krisenjahr einen tollen Jahresabschluss im Rahmen des hiesigen Weihnachtsmarktes zu ermöglichen“, sagt Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU). Dazu habe man wochenlang sowohl eine In- als auch Outdoor-Variante intensiv diskutiert - vor dem Hintergrund der Corona-Rahmenbedingungen.

Mit Erscheinen der neuesten Verordnung gäbe es nun deutliche Lockerungen. „Eine der entscheidendsten Abänderungen ist die Auflösung der Begrenzung des Festgebietes durch z. B. eine Umzäunung“, sagt FVG-Geschäftsführer John Jaeschke. „Ebenso ist die Kontaktnachverfolgung eine Empfehlung, aber keine Pflicht mehr“, so Jaeschke. Wichtig bleibe es aber, den Weihnachtsmarkt zu entzerren, um Mindestabstände zu gewährleisten und die direkten Kontakte zu minimieren. "Hier drin besteht aber zugleich auch die größte Herausforderung, das in Einklang mit einer gemütlichen Weihnachtsmarktatmosphäre zu bringen“, sagt der FVG-Chef.

So dicht wie 2018 sollen die Besucher der Klosterweihnacht möglichst nicht mehr aufeinander rücken. Nach aktuellen Planungen verteilen sich die Stände dieses Jahr über eine größere Fläche.
So dicht wie 2018 sollen die Besucher der Klosterweihnacht möglichst nicht mehr aufeinander rücken. Nach aktuellen Planungen verteilen sich die Stände dieses Jahr über eine größere Fläche. © Klaus-Dieter Brühl

Geprüft hatte man neben der Arena-Variante auch einen Umzug auf den Rathausplatz, auf die Hauptstraße oder gar hinunter in den Stadtpark. Mit den aktuellen Vorgaben sei es aber wahrscheinlich, dass die Klosterweihnacht wieder "an bewährter Stelle" rund um Rathaus und Kloster stattfindet. „Unser aktuelles Konzept sieht eine Art U-Form vor", sagt OB Müller. Das U zieht sich vom Bereich Tierpark/Klosterkirche über den unteren Abschnitt des Rathausplatzes, die Klosterstraße kreuzend hin zur Freitreppe und von dort in den Klosterinnenhof. 

„Mit diesem Aufbau kann nicht nur die Eisbahn an bewährter Stelle stehen, wir kommen damit vor allem dem Wunsch vieler Riesaer nach, den Weihnachtsmarkt auch weiterhin in Teilen in unserem schönen Klosterkomplex zu belassen", sagt Müller. Gleichzeitig binde man den erst im Vorjahr mit Tag-der-Sachsen-Geld umgebauten Rathausplatz so mit ein, dass die Hauptstraße als Zugang und Bindeglied wahrgenommen werde. Das dürfte vor allem die Händlerschaft auf dem Boulevard freuen: Von dort war heftige Kritik gekommen, dass ein Umzug des Weihnachtsmarktes in die Arena ihnen in der Adventszeit Passanten und damit potenzielle Kunden wegnähme.

Der Rathausplatz soll aber nicht komplett für den Weihnachtsmarkt verwendet werden: Der obere Teil bleibt im Konzept für Parkplätze vorgesehen. Das FVG-Team arbeite weiter an den notwendigen behördlichen Abstimmungen und an inhaltlichen Planungen für den Weihnachtsmarkt, sagt Geschäftsführer Jaeschke. "Wir müssen uns aber auch nach wie vor darauf einstellen, dass sich die Vorgaben in der nächsten Allgemeinverfügung oder mit Anstieg der Infektionszahlen im Landkreis wieder abwandeln können.“

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