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Knatsch um Stadtfest-Bude

Ein Händler ärgert sich über den Stellplatz vor seinem Geschäft – und freut sich dann über die schnelle Reaktion.

In Riesa steigt am ersten September-Wochenende das Stadtfest.
In Riesa steigt am ersten September-Wochenende das Stadtfest. © Eric Weser

Riesa. Eckehard Preuß klingt auch am Freitagmittag noch verärgert. „Jedes Jahr haben wir das gleiche Theater“, sagt der Uhrmacher. Der Grund für seinen Zorn steht vor dem Eingang zu seinem Geschäft in der Hauptstraße – oder besser: stand.

Denn bis zum Freitagvormittag hatte einer der Stadtfest-Händler seinen Stand direkt vor dem Eingang des Handwerkers abgestellt. Das sei schon 2019 beim Tag der Sachsen der Fall gewesen. Damals löste heiße Luft aus dem Zelt zweimal den Feueralarm in seinem Geschäft aus, erzählt Eckehard Preuß. "Ich hätte mir da wirklich ein bisschen mehr Rücksicht gewünscht", kritisiert Preuß – und hebt hervor, dass es solche Probleme bei Veranstaltungen wie der Automeile nie gebe. Er sehe das Hauptverschulden bei der FVG, die im Vorfeld nicht einmal mit ihm gesprochen habe.

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Man müsse sich da nicht wundern, dass viele Händler Aktionen wie das Stadtfest eher kritisch beurteilen. Zumal Preuß einer der Händler ist, die ihr Geschäft auch am Stadtfest-Sonntag öffnen werden. Nicht, weil da besonders viel Umsatz drin sei. Eher, um Gesicht zu zeigen, wie er betont. Besonders lukrativ sei der Stadtfest-Sonntag erfahrungsgemäß nämlich nicht.

Einkaufen am Sonntag

Lob hat Preuß allerdings auch übrig. Denn das Problem in diesem Jahr wurde kurzfristig doch noch gelöst. Eine E-Mail an Innenstadt-Managerin Anja Dietel habe Erfolg gebracht. "Das muss man auch mal lobend erwähnen, sie hat sich sofort darum gekümmert", sagt der Unternehmer. Anja Dietel selbst vermutet, die Sache sei schlicht ein Versehen gewesen. "Aber für solche Dinge bin ich ja da." Sie hofft auch, dass der Einkaufssonntag den Händlern diesmal besser im Gedächtnis bleibt. Schließlich stehen die Stadtfest-Buden diesmal nicht so eng wie vor zwei Jahren.

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Der Stand vorm Uhrengeschäft ist jedenfalls noch einmal zwei Meter weitergewandert, wodurch der Eingang in den Laden frei ist. "So ist das in Ordnung – irgendwo müssen die Buden ja stehen", sagt Eckehard Preuß. Er sei froh, dass die Sache mit den Stellplätzen gelöst ist – und hofft, dass es beim nächsten Mal nicht erst eine Klage braucht.

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