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Landkreis modernisiert Berufsschulen

Sowohl in Riesa als auch in Großenhain geht es voran. Dabei geht es um Digitalisierung - und Amok-Prävention.

Im BSZ an der Riesaer Paul-Greifzu-Straße - direkt gegenüber vom Reifenwerk - wird momentan jedes Jahr etwas gebaut.
Im BSZ an der Riesaer Paul-Greifzu-Straße - direkt gegenüber vom Reifenwerk - wird momentan jedes Jahr etwas gebaut. © Sebastian Schultz

Region. Mit einem ganzen Dutzend Baumaßnahmen an kreiseigenen Schulen beschäftigt sich der Landkreis Meißen momentan. Dafür wird unter anderem an den Berufsschulen in Riesa und Großenhain bereits seit dem Sommer 2019 gebaut. Manches soll im 2021 fertig werden, manches erst im Jahr drauf.

Ob Berufsschule, Gymnasium oder Förderschule - der Anlass war überall derselbe: Vom Freistaat kommt Fördergeld, um die Ausstattung der Schulen mit interaktiven Tafeln, Monitoren und Tablets vorzubereiten - und um für mögliche Amokläufe gerüstet zu sein. Das macht zahlreiche Baumaßnahmen nötig, etwa um Datenkabel zu verlegen. Und Maler, Trockenbauer und Bodenleger sind damit ebenfalls gefragt.

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Wie es um die einzelnen Baustellen steht, wurde jetzt in Riesa den Kreisräten vorgestellt. Schwierig dabei: Gebaut werden kann vorrangig nur in den Sommerferien, weil für die Maßnahmen die Server abgeschaltet werden müssen - was den gesamten Schul- und Verwaltungsbetrieb lahmlegt. Das wurde 2020 durch die Corona-Schließzeit nicht einfacher, weil die Schulen die Prüfungszeit berücksichtigen mussten.

Das BSZ an der Poststraße in Großenhain wird die erste kreiseigene Schule, die fit für den digitalen Unterricht ist.
Das BSZ an der Poststraße in Großenhain wird die erste kreiseigene Schule, die fit für den digitalen Unterricht ist. © Kristin Richter

Am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) in Riesa wurde 2020 das Haus 4 mit seinen Unterrichtsbereichen saniert und modernisiert. Dabei wurde ein neuer zentraler Serverraum eingerichtet und für die Bauzeit mit dem bisherigen Server gekoppelt. Weiter geht es an der Paul-Greifzu-Straße in den Jahren 2021/22.

Am BSZ Großenhain in der Poststraße konnte im Sommer der zweite Bauabschnitt beendet werden. Er hatte das zweite Obergeschoss und Teile des Dachgeschosses umfasst. Restleistungen sind nach der Montage der interaktiven Tafeln im Februar und März dran. "Damit wird der erste Schulstandort im Rahmen der Digitalisierung fertiggestellt", teilt das Liegenschaftsamt mit. Auch am Großenhainer BSZ in der Industriestraße wurde der zweite Bauabschnitt beendet. Dort ist das komplette Erdgeschoss samt Bauhallen saniert und taugt nun für digitales Lernen. Im Sommer 2021 ist dort noch das Obergeschoss dran. Am Standort Heinrich-Heine-Straße in Großenhain liegt die Entwurfsplanung für die digitale Infrastruktur vor; das soll im Sommer umgesetzt werden.

Am BSZ in Radebeul wird noch bis 2022 gebaut, ebenso am kreiseigenen Gymnasium in Nossen. Am BSZ Meißen geht es erst im Sommer los, so dauern die Bauarbeiten dort bis 2023. Die Förderschule Priestewitz ist ebenfalls mit auf dem Programm: Dafür wird jetzt geplant, gebaut aber erst im Jahr 2022. (SZ/csf)

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