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Neue Pfarrerin für Riesa

Susanne Linke kommt aus Marburg, hat in Leipzig studiert – und wird ihre erste Stelle im Kirchspiel antreten, zu dem auch Canitz gehört.

Susanne Linke ist bald unter anderem für Canitz zuständig.
Susanne Linke ist bald unter anderem für Canitz zuständig. © privat

Von Axel Kaminski

Canitz. Noch ist Susanne Linke Pfarramtsanwärterin an der Leipziger Nikolaikirche. Wohin sie ihre erste Berufung führen wird, ist aber schon klar: nach Canitz und in die benachbarte Region des Landkreises Nordsachsen.

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Borna ist Sitz des einstigen Kirchspiels Liebschützberg. Es umfasste acht Kirchorte, darunter auch den Riesaer Stadtteil Canitz. Nach der am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Strukturreform gehört dieses Kirchspiel inzwischen zur Kirchgemeinde Oschatzer Land. Die Pfarrstelle, die die 28-jährige Susanne Linke ab März innehaben wird, umfasst die Aufgaben in Borna, Ganzig, Liebschütz, Schmorkau, Terpitz, Wellerswalde, Zaußwitz – und Canitz.

Es sei ungewöhnlich und spannend, für eine Region zuständig zu sein, die mehr Kirchorte als Kirchen hat, blickt die gebürtige Marburgerin auf ihre neue Aufgabe voraus. Die Canitzer Kirche wurde 1967 wegen Baufälligkeit geschlossen, 1975 begann der Abriss. Seit 2015 gibt es einen Förderverein zum Wiederaufbau des Gotteshauses. Mit der Notsicherung und dem Richtfest ist man im Jahr 2019 ein gutes Stück auf diesem Weg vorangekommen.

Obwohl sie in Marburg aufgewachsen ist, in Leipzig studiert hat und dort auch ihr Vikariat absolviert, sind Susanne Linke dörfliche Strukturen nicht fremd. Ihr Elternhaus stand in einem ländlichen Stadtteil Marburgs, rund 20 Autominuten vom Stadtzentrum entfernt, mit einigen Höfen im Ortsbild, umgeben von Feldern.

Canitz, Borna oder Zaußwitz habe sie sich nicht ausgesucht. „Das ist bei der Bewerbung auf die erste Pflichtanstellung nicht üblich“, sagt Susanne Linke. Aber selbst wenn das möglich wäre: Sie habe noch gar keinen so genauen Überblick über Sachsen, dass sie da einen Ort oder eine Region als Favoriten hätte benennen können. Gewünscht habe sie sich trotzdem etwas: Ihre erste Stelle sollte mit dem Auto möglichst nicht weiter als eine Stunde von Leipzig entfernt sein.

An der Leipziger Universität ist ihr Mann Thomas, der aus Neugersdorf stammt, tätig. Während er dort Theologie auf Lehramt studierte und sein Referendariat absolvierte, lernten sie sich kennen. Während sie schon praktisch erfahren hat, dass der Wunsch hinsichtlich der Fahrzeit in Erfüllung gegangen ist, muss sich noch zeigen, ob Borna, Canitz und Co auch hinsichtlich ihrer anderen Hoffnung ein Treffer sind. „Ich wollte gern in eine musikalische Gemeinde kommen“, erzählt die 28-Jährige. Sie habe eine gute gesangliche Ausbildung bekommen. Vielleicht werde sie sich wieder einem Chor anschließen. Vorrang habe für sie aber, die Liturgie in gesungener Form abzuhalten.

„Ich bin froh, dass ich ab März die anderen Pfarrerinnen und Pfarrer der Gemeinde entlasten kann“, sagt Susanne Linke. Diese hätten in der Zeit der Vakanz die Christen zwischen Canitz und Wellerswalde neben ihren eigenen Gemeinden mit betreut. Nach der Berufung ihres Vorgängers Dr. Jochen Kinder zum Superintendenten für das Leipziger Land war die Pfarrstelle zwei Jahre nicht besetzt. Susanne Linke wird – so weit die aktuellen Planungen – am Sonntag, 7. März, in Borna in ihr Amt eingeführt.

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