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Noch keine Tarif-Einigung für Reifenwerker

Die Gewerkschaft hatte mehr Lohn und bessere Kurzarbeitergeld-Regelungen gefordert. Doch die erste Verhandlung ging ergebnislos aus.

Das Reifenwerk von Goodyear an der Riesaer Paul-Greifzu-Straße.
Das Reifenwerk von Goodyear an der Riesaer Paul-Greifzu-Straße. © Lutz Weidler

Riesa/Hannover. Keine Tarifeinigung in der Kautschukindustrie: Die erste Verhandlung zwischen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und den Arbeitgebern ist am Mittwoch in Hannover ergebnislos vertagt worden. Die Arbeitgeber legten laut Gewerkschaft kein Angebot für die 25.000 Beschäftigen der Branche vor.

„Das wird bei unseren Mitgliedern Enttäuschung hervorrufen“, so der IG-BCE-Verhandlungsführer Marc Welters. „Mehrarbeitsansprüche und Zusatzschichten auf der einen und kein Angebot auf der anderen Seite passen nicht zusammen.“ Über Ostern müssten die Arbeitgeber nun ihr Angebot schmieden.

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Denn der Kautschukbranche gehe es gut: „Der Geschäftsklimaindex hat sich deutlich aufgehellt und die Auslastung liegt im ersten Quartal bei über 80 Prozent“, sagt Welters. Eine deutliche Einkommenserhöhung sei nötig, um Beschäftigte zu halten und zu gewinnen.

Die IG BCE fordert eine Entgelterhöhung in Höhe von 4,5 Prozent, eine Verbesserung der Kurzarbeitergeld-Regelung für Gewerkschafts-Mitglieder sowie eine Wahloption zwischen Zeit und Geld.

Sächsische.de hatte am Dienstag auch beim Unternehmen Goodyear angefragt, wie es die Forderungen der Gewerkschaft bewertet - und wie die Situation im Reifenwerk Riesa ist. Dort arbeiten mehr als 600 Menschen, was das Unternehmen zu einem der größten Arbeitgeber der Region macht. Goodyear bat jedoch um etwas Zeit für eine Antwort.

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Die Gewerkschaft sieht Riesa mit seinem Reifenwerk als einen der regionalen Schwerpunkte der Kautschukbranche in Deutschland - neben Städten wie Fulda, Hanau, Fürstenwalde, Hannover oder Hamburg. Große Betriebe seien unter anderem der Reifenhersteller Goodyear und der Hersteller von Kautschuk- und Kunststoffprodukten Contitech. Die Verhandlungen werden am 22. April in Hannover fortgesetzt. (SZ/csf)

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