merken
PLUS Riesa

Riesa: Innenstadtmanagerin startet im Juli

Anja Dietel arbeitet momentan noch in Dresden. Im Sommer kehrt sie in ihre Geburtsstadt zurück.

Anja Dietel tritt im Juli die neue Stelle als Innenstadtmanagerin an.
Anja Dietel tritt im Juli die neue Stelle als Innenstadtmanagerin an. © Eric Weser

Riesa. Eine Strehlaerin wird sich ab Mitte dieses Jahres um die Belange der Riesaer Innenstadt kümmern: Vertreter der Stadt sowie vom Handels-, Gewerbe- und Verkehrsverein (HGV) Riesa stellten am Freitag Anja Dietel als neue Innenstadtmanagerin vor. Insgesamt hatten sich Anfang des Jahres zwölf Personen auf die neu geschaffene Stelle beworben, erklärt HGV-Chef Kurt Hähnichen. Bemerkenswert sei dabei die hohe Qualität des Bewerberfeldes gewesen.

Für Anja Dietel habe letztendlich gesprochen, dass sie sich bereits intensiv mit dem SOP-Förderprogramm "Vitales Stadtzentrum an der Elbe" befasst habe, über das auch die Stelle des Innenstadtmanagements finanziert wird. Dass Anja Dietel aus der Region komme, sei sozusagen das Sahnehäubchen, so Hähnichen.

Anzeige
Familienabenteuerland Sachsen
Familienabenteuerland Sachsen

Die schönsten Regionen Sachsens, die besten Ausflugsziele und kulinarischen Highlights. Hier gibt's Geheimtipps, die garantiert noch nicht Jeder kennt.

Anja Dietel wurde 1979 in Riesa geboren, besuchte das Manfred-von-Ardenne-Gymnasium und studierte anschließend an der BA Riesa Sport,- Veranstaltungs- und Marketingmanagement. Während des Studiums war sie im Kulturforum "riesa efau" in Dresden aktiv und arbeitete in Nürnberg im Bereich der Automobilmarktforschung. Später war sie in Dresden als Finanzmanagerin für die Trans-Media-Akademie Hellerau aktiv und organisierte die Festivals "Cynetart" und "Transnaturale" mit. Von dort und von anderen Stationen kenne sie das Ehrenamt in- und auswendig, sagt die Strehlaerin.

"Eine große Chance für Riesa"

Seit 2016 ist Anja Dietel Mitarbeiterin der Stadt Dresden, wo sie das Kuratorium der Kulturhauptstadt Europa und die Arbeitsgemeinschaft 13. Februar betreut sowie verschiedene Veranstaltungen und Initiativen organisiert hat. Seit 2019 ist sie Abteilungsleiterin und unterstützt mit einem zwölfköpfigen Team die Projekte für die "Zukunftsstadt Dresden". Die Entscheidung, die Kollegen in Dresden zu verlassen, sei ihr nicht leichtgefallen, sagt die neue Innenstadtmanagerin. "Allerdings verstehen alle, warum es mir wichtig ist, meine Geburtsstadt Riesa zu unterstützen." Das Stadtentwicklungskonzept sei "eine große Chance für Riesa und ich freue mich sehr, hier mittun zu dürfen". Corona habe gezeigt, dass Klein- und Mittelstädte nur gewinnen können. Sie schaue gespannt und hoffnungsvoll auf die neue Aufgabe.

Vorstellung vorm künftigen Sitz: Im ehemaligen Schmuckgeschäft Stenzel an der Hauptstraße am Durchgang zur Goethestraße soll Riesas Innenstadtmanagerin Anja Dietel (M.) künftig Quartier beziehen. Am Freitag wurde sie dort offiziell im Kreise von HGV-Vertr
Vorstellung vorm künftigen Sitz: Im ehemaligen Schmuckgeschäft Stenzel an der Hauptstraße am Durchgang zur Goethestraße soll Riesas Innenstadtmanagerin Anja Dietel (M.) künftig Quartier beziehen. Am Freitag wurde sie dort offiziell im Kreise von HGV-Vertr © Eric Weser

Ihr Büro wird Anja Dietel im ehemaligen Schmuckgeschäft Stenzel in der Hauptstraße haben, das für diesen Zweck umgebaut wird. Etwas Zeit dafür bleibt noch: Wegen der gültigen Kündigungsfrist wird die Innenstadtmanagerin ihren neuen Job in Riesa erst am 1. Juli antreten. Der werde in der Anfangsphase vor allem darin bestehen, Kontakte zu knüpfen und die Situation der Innenstadt näher zu analysieren, sagt Anja Dietel. Bis daraus ganz konkrete Maßnahmen reifen, wird noch etwas Zeit vergehen.

Weiterführende Artikel

"In Riesa liegt unglaublich viel Potenzial"

"In Riesa liegt unglaublich viel Potenzial"

Alexander Ehrke ist Citymanager in Großenhain - und schaut mit Interesse auf die Nachbarstadt, wo er bald einen Kollegen bekommen soll.

Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) hob hervor, dass Anja Dietel aufgrund ihres Wohnortes und der Arbeit in Dresden sowohl einen gewissen Blick von außen mitbringe, als auch eine regionale Verbundenheit. Die Stelle sei ein wichtiger Baustein innerhalb des SOP-Förderprogramms, über das die Innenstadt aufgewertet werden soll. Angelegt ist sie zunächst auf fünf Jahre. HGV-Chef Kurt Hähnichen betonte am Freitag aber noch einmal, dass die Vision eine andere sei: Er hofft, dass die Ergebnisse dann für sich sprechen - und das Innenstadtmanagement langfristig bleibt.

Mehr lokale Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Riesa