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Riesa schrumpft weiter

Keine Stadt im Landkreis hat zuletzt mehr Einwohner verloren. Im sachsenweiten Vergleich ist das anders.

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Im kreisweiten Vergleich ist Riesa zuletzt am stärksten geschrumpft.
Im kreisweiten Vergleich ist Riesa zuletzt am stärksten geschrumpft. © LKW

Riesa. Die Stadt Riesa hat von Januar bis Oktober 2021 so viele Einwohner eingebüßt wie keine andere Kommune im Landkreis Meißen im gleichen Zeitraum. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Landesamts Sachsen hervor. Zwischen 31. Dezember 2020 und 30. September 2021 verlor Riesa demnach 320 Einwohner, das entspricht einem Rückgang um 1,1 Prozent. Nur vier Städte verloren in dieser Zeit mehr Einwohner. Die Stahlstadt liegt damit nach den Zahlen des Statistischen Landesamts unter 29.000 Einwohnern, bei 28.936. Im Statistischen Quartalsbericht der Stadt wird die Einwohnerzahl noch ein Stück höher angegeben – mit 29.643 Einwohnern.

Vier Städte verlieren noch mehr Einwohner

Die Einwohnerzahl im gesamten Landkreis Meißen ist den Zahlen zufolge im vergangenen Jahr nur leicht geschrumpft: um 0,1 Prozent, beziehungsweise 358 Einwohner, das ist auch besser als der sachsenweite Durchschnitt von minus 0,3 Prozent. Stand Ende September lebten demnach knapp über 240.000 Menschen im Kreisgebiet. Prozentual am stärksten gewachsen sind in dieser Zeit übrigens die Gemeinden Niederau und Thiendorf, den höchsten absoluten Zuwachs gab es in Radebeul.

Andere sächsische Kommunen kämpfen mit einem ähnlichen oder sogar noch höheren Einwohnerschwund wie die Stadt Riesa. Bis auf Hoyerswerda, das etwa den gleichen Rückgang verzeichnete, handelt es sich dabei aber meist um Kleinstädte mit weniger als 5.000 Einwohnern, in denen schon wenige Wegzüge oder Todesfälle große Wirkung auf die Statistik haben.

In absoluten Zahlen haben insgesamt vier Städte mehr Einwohner im Betrachtungszeitraum verloren: Hoyerswerda, Zwickau, Chemnitz – und Dresden, das der Statistik zufolge in den ersten neun Monaten 2021 um rund 1.600 Einwohner schrumpfte. (SZ)