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Riesaer Firma gewinnt Mittelstandspreis

Riepharm setzte sich bundesweit gegen fast 5.000 andere Unternehmen durch.

Das Unternehmen Riepharm sitzt an der Riesaer Liststraße, direkt gegenüber dem Ölwerk.
Das Unternehmen Riepharm sitzt an der Riesaer Liststraße, direkt gegenüber dem Ölwerk. © Eric Weser

Riesa. Im Alltag fällt das Wirken von Riepharm in der Stadt kaum auf - aber in der Branche ist das Unternehmen bundesweit bekannt: Nun hat das Riesaer Unternehmen den "Großen Preis des Mittelstands" der Oskar-Patzelt-Stiftung gewonnen. Dafür waren laut Unternehmensangaben bundesweit 4.970 Firmen nominiert worden, allein 330 davon aus Sachsen.

„Nachdem wir erst im letzten Jahr Finalist beim Großen Preis des Mittelstandes wurden, waren wir sehr positiv überrascht, dass unser Wirken die Jury überzeugte, uns gleich im Folgejahr als Preisträger auszuzeichnen", sagt Gesellschafter und verantwortlicher Apotheker Marko Eschmann. Sein Dank gilt vor allem dem Team, ohne das diese Leistung nicht möglich gewesen wäre.

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30 Mitarbeiter erwirtschaften zweistelligen Millionenbetrag

Das Pharma-Unternehmen Riepharm war vor acht Jahren gegründet worden und sei damit in einen Markt eingetreten, der eigentlich bereits gesättigt war. Dennoch sei es dem Mittelständlern gelungen, Innovationen voranzutreiben und zum Marktführer zu werden. So verkaufen die Pharmaunternehmer nicht nur verschiedene Medikamente, um Dialysepatienten zu behandeln, sie entwickelten auch selbst mehrere eigene Produkte. Dafür bekam das Unternehmen nun den branchenübergreifenden Mittelstandspreis verliehen.

Riepharm stellt beispielsweise Riegel her, die dem Eiweißmangel vorbeugen, eine Kapsel, die Dialysepatienten mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt, und eine weitere Kapsel, die Aminosäure L-Carnitin beinhaltet. Dieser Stoff wird bei der Dialyse oftmals ausgeschwemmt, obwohl er wichtig ist, um Fettsäuren im Körper umzuwandeln. Darüber hinaus wurde ein Trink-Stick entwickelt, der das Immunsystem der zu Behandelnden stärken soll. Zudem verkauft der Pharmaunternehmer spezielle Arzneimittel für Dialyse- und onkologische Patienten an Schwerpunkt-Apotheken.

Zum Angebot gehören auch Schulungen für Ärzte, Apotheker, pharmazeutisch-technische Assistenten und weitere Branchenvertreter. Außerdem wird an Arzneien geforscht. 30 Angestellte sowie ein Auszubildender und ein Praktikant erwirtschaften laut Unternehmensangaben jedes Jahr einen wachsenden und schon einige Zeit zweistelligen Millionenbetrag. (SZ)

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