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Riesaer Winterdienst im Nachteinsatz

Auch um Mitternacht fuhren Räumfahrzeuge durch die Stadt. Dabei ist das eigentlich gar nicht vorgesehen.

Ergiebige Schneefälle und Schneeverwehungen sorgen für Behinderungen im Straßenverkehr. Auch in Riesa war der Winterdienst schon mitten in der Nacht unterwegs.
Ergiebige Schneefälle und Schneeverwehungen sorgen für Behinderungen im Straßenverkehr. Auch in Riesa war der Winterdienst schon mitten in der Nacht unterwegs. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Riesa. Während von den Autobahnen und aus dem Umland teils chaotische Verhältnisse gemeldet werden, ist die Verkehrs-Situation in Riesa vergleichsweise entspannt. Das dürfte auch mit einem überplanmäßigen Einsatz des Winterdienstes zu tun haben. "Wir haben von Mittwochabend, 19 Uhr bis nachts um zwei durchgehend zwei Räumfahrzeuge im Stadtgebiet im Einsatz gehabt", sagt Andreas Sonnenfeld. Der Technische Leiter des Unternehmens AGV koordiniert den Winterdienst auf Riesas Straßen.

Eigentlich hat die Stadt nur einen Winterdienst bis abends 22 Uhr und ab früh um vier beauftragt. Durch die Fahrten über Mitternacht habe sich aber beim regulären Dienstbeginn um vier Uhr gezeigt, dass viele Straßen noch gut befahrbar seien. "Seit um vier sind wir wieder mit 14 Fahrzeugen und 25 Mitarbeitern im Einsatz", sagt Andreas Sonnenfeld am späten Vormittag.

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In einer zweiten Runde gehe es darum, an Überwegen und Bushaltestellen Schneewulste zu beseitigen, die sich durch den Straßenverkehr am Morgen neu bildeten. "Wenn die abends gefrieren würden, wäre das ein echtes Problem für Fußgänger", sagt Sonnenfeld.

Insgesamt könne man mit dem Zustand der Riesaer Straßen am Donnerstag zufrieden sein, habe auch positive Rückmeldungen bekommen. "Über ein Lob freut man sich natürlich", so der AGV-Mann. Ein Lob hätten vor allem die Mitarbeiter verdient, die mit Schaufel und Besen im "Handbetrieb" an Gehwegen und Bushaltestellen arbeiten. "Das ist teils stundenlange, schwere Arbeit, die bei uns auch von Frauen geleistet wird", sagt Andreas Sonnenfeld.

Überall gleichzeitig könne der Winterdienst früh um vier aber natürlich auch nicht sein - sondern arbeite die Straßen nach Dringlichkeits-Kategorien ab. Unbedingt zu verhindern sei es, dass Lkw an Steigungen quer stehen - so wie am Donnerstag auf Autobahnen geschehen. Und auch auf der B 182 bei Strehla war laut Polizei ein Lkw in den Straßengraben gerutscht, wofür die Bundesstraße stundenlang gesperrt werden musste.

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