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Volkshaus-Kreuzung wird umgestaltet

Am Knotenpunkt soll unter anderem die Ampelanlage verbessert werden. Das soll nicht nur Autofahrern zugute kommen.

Die Kreuzung vorm Volkshaus soll demnächst umgebaut werden. Profitieren sollen nicht nur Rechtsabbieger, die Richtung Gröba und B 169 unterwegs sind.
Die Kreuzung vorm Volkshaus soll demnächst umgebaut werden. Profitieren sollen nicht nur Rechtsabbieger, die Richtung Gröba und B 169 unterwegs sind. © Foto: Lutz Weidler

Riesa. Die Kreuzung vor dem Volkshaus gehört wohl zu den am meisten befahrenen Straßen im Riesaer Stadtgebiet. Rund 11.000 Fahrzeuge nutzen laut Verkehrszählung jeden Tag diesen Knotenpunkt, der aus Richtung Innenstadt auf die beiden Bundesstraßen und zu den Industriestandorten in Gröba führt. 

Demnächst wird an eben dieser Kreuzung allerdings gebaut. Der Bauausschuss hatte Anfang September einem Umbau der Ampelanlage an der Kreuzung zugestimmt. Die Stadtverwaltung rechnet dafür mit Kosten in Höhe von rund 147.000 Euro, drei Viertel davon fördert der Freistaat Sachsen aus dem Programm Brücken in die Zukunft. Die Pläne sehen vor, Steuerung und Ausrüstung der Anlage zu erneuern. Aber nicht nur das: Im Zuge der Bauarbeiten wird sich auch das Aussehen der Kreuzung verändern. 

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Blick aus Richtung Volkshaus: Von der Berliner Straße kommend gibt es derzeit zwei Linksabbiegerspuren - noch. Die Rechte soll wegfallen, dafür der Fußweg verbreitert werden.
Blick aus Richtung Volkshaus: Von der Berliner Straße kommend gibt es derzeit zwei Linksabbiegerspuren - noch. Die Rechte soll wegfallen, dafür der Fußweg verbreitert werden. © Foto: Lutz Weidler

Mehr Platz für Fußgänger

"Auf der Berliner Straße wird es künftig nur noch eine Linksabbiegerspur geben", kündigt Stadtsprecher Uwe Päsler auf Nachfrage an. Derzeit führen aus Richtung B-169-Auffahrt kommend vor der Ampel zwei Spuren nach links ins Stadtzentrum. 

Das ist offenbar nicht ganz optimal für Rechtsabbieger, die genau andersherum unterwegs sind. Weil etwa Lkw beim Abbiegen in der relativ spitzen Rechtskurve ausschwenken, können nicht beide Fahrtrichtungen gleichzeitig Grün bekommen. Mit einer neuen Verkehrsführung über nur noch eine Linksabbiegerspur soll das möglich werden. 

"Dadurch können Rechtsabbieger, die aus der Stadt kommen, gleichzeitig mit den Linksabbiegern der Gegenrichtung fahren." Wer aus der Berliner Straße kommend links abbiegt, der ordnet sich aber weiter auf der jetzigen linken Linksabbiegerspur ein.

Die neue Ampelschaltung bleibt nicht die einzige Änderung. "Auf der Seite Volkshaus wird der Fußweg verbreitert", erklärt Uwe Päsler. Dort fällt sozusagen die rechte Spur zugunsten der Fußgänger weg. 

Außerdem wird die Stadt an dieser Stelle noch eine Ampel für Fußgänger einrichten. Die fehlt bislang ganz, die nächste Ampel über die Rudolf-Breitscheid-Straße befindet sich stadteinwärts an der Kreuzung Klötzerstraße - fast 500 Meter vom Volkshaus entfernt. 

Weitere Ampeln lassen auf sich warten

Eigentlich sollten die geplanten Bauarbeiten schon Mitte September gestartet sein. Derzeit läuft aber noch die Vorbereitung, heißt es aus dem Rathaus. Derzeit hole die beauftragte Firma aus Kesselsdorf unter anderem die für Absperrungen nötigen Genehmigungen ein. 

"Sichtbar wird es wohl Anfang Oktober losgehen, mit Aufgrabungen in den Gehwegen, unter anderem wegen der Verlegung von Induktionsschleifen", sagt Uwe Päsler. "Der neue Überweg kommt sicher erst ganz zum Schluss im November." 

Mit der Debatte um zusätzliche Fußgängerampeln in der Riesaer Innenstadt hat der neue Überweg am Volkshaus übrigens nichts zu tun. Schon 2018 hatte die Stadtverwaltung drei neue Ampeln aufstellen wollen. Die sollten die beiden Zebrastreifen am Puschkinplatz und den alten Tunnel unter der Breitscheidstraße ersetzen. 

"Wegen der Erstellung des Verkehrskonzeptes Innenstadt ist das Thema Bau der anderen Lichtsignalanlagen vorerst nicht weiter vorangetrieben worden", teilt Uwe Päsler mit. "Das betraf auch die Breitscheidstraße am Tunnel, auch wenn das nicht mehr direkt Innenstadt ist." 

Zudem sei die Zukunft der Schule ein Faktor. Die Grundschule soll 2022 nach Merzdorf umziehen. Ob dann noch eine weitere Ampel an dieser Stelle gebraucht wird, müsste wohl noch einmal geprüft werden. 

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