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Riesas OB: „Eine vorschnelle Absage kommt für mich nicht infrage“

Großenhain hatte ziemlich zeitig seinen Weihnachtsmarkt abgesagt, Riesa kurzfristig. OB Marco Müller (CDU) erklärt, warum er wieder so entscheiden würde.

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Das waren noch Zeiten: Riesas OB Marco Müller beim Stollenanschnitt bei der Klosterweihnacht 2019.
Das waren noch Zeiten: Riesas OB Marco Müller beim Stollenanschnitt bei der Klosterweihnacht 2019. ©  Sebastian Schultz/Archiv

Riesa. Drei weihnachtliche Buden auf der Hauptstraße und ein geschmückter Baum vor dem Kino: Das ist alles, was in diesem Jahr in Riesa an Weihnachtsmarkt möglich war. Die Stadt hatte, anders als etwa Großenhain, erst sehr spät den Weihnachtsmarkt abgesagt – als der Freistaat keine Wahl mehr ließ.

Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) würde wohl wieder so entscheiden. „Zunächst waren die gesetzlichen Rahmenbedingungen so, dass der Freistaat die Durchführung von Weihnachtsmärkten zugelassen hat – in Kenntnis einer dramatischen Situation“, sagt er. Da seien alle gemeinsam noch davon ausgegangen, dass eine Entspannung eintritt. „Als es anders kam, wurden die Weihnachtsmärkte aus nachvollziehbaren Gründen abgesagt.“

Aus seiner Sicht gehören Weihnachten samt Weihnachtsmarkt aber zu unserem Brauchtum und unserer Kultur dazu. „Das finde ich besonders wichtig für die Menschen, auch wenn sie keiner christlichen Kirche angehören.“ Deshalb komme für ihn nicht infrage, vorschnell einen Weihnachtsmarkt abzusagen. „Ich hoffe, dass wir ihn nächstes Jahr wieder durchführen können.“ In Sachsen und Bayern waren Weihnachtsmärkte komplett abgesagt worden, in anderen Bundesländern hatten sie dagegen stattfinden können. (SZ/csf)