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Schulen werden zum Corona-Testzentrum

Vor dem Neustart in den Unterricht können sich Schüler in Riesa und Großenhain auf das Virus testen lassen.

Ein Mitarbeiter eines Testcenters führt einen Corona-Schnelltest durch. In Riesa und Großenhain werden am Montag und Dienstag Schüler und Lehrer auf das Virus getestet - auf freiwilliger Basis.
Ein Mitarbeiter eines Testcenters führt einen Corona-Schnelltest durch. In Riesa und Großenhain werden am Montag und Dienstag Schüler und Lehrer auf das Virus getestet - auf freiwilliger Basis. © Symbolfoto: dpa

Riesa/Großenhain. Die erste Nachricht erreichte Schulleiterin Silke Zscheile kurz nach Neujahr: Das Städtische Gymnasium in Riesa sei "Testschule", also eine jener Schulen, an denen zentral die Schüler auf Covid-19 getestet werden können, die jetzt wieder am Präsenzunterricht teilnehmen.

Während die meisten Kinder noch bis Ende Januar daheim lernen müssen, können die Abschlussklassen bereits ab Montag, 18. Januar, wieder in den Unterricht. Im Vorfeld hatte das Kultusministerium bereits angekündigt, freiwillige Corona-Schnelltests anbieten zu wollen. Die wiederum finden nicht an allen Schulen statt. Vielmehr wurde in den Mittelstädten meist eine Schule ausgewählt, in der die "Teststrecken" aufgebaut wurden - so wie am Städtischen Gymnasium in Riesa.

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Nach dem Anruf aus Dresden musste sich Silke Zscheile, wie die Leiter der anderen Testschulen auch, um die Organisation kümmern: "Die Testschulen waren dafür verantwortlich, die Kontakte mit allen Stammschulen aufzunehmen, die Anzahl derjenigen zu erfragen, die sich freiwillig testen lassen wollen und den Bedarf nach Sonderbussen zu melden", erklärt sie auf Nachfrage. In der Turnhalle der Schule soll nun am Montagmorgen mit den Tests begonnen werden. Das übernimmt in Riesa das DRK. "Mit dem DRK fanden zwei Vorort-Begehungen statt, und auch das DRK hat dann entsprechend der eigentlich zu erwartenden Testpersonen eine zeitliche Terminschiene bestimmt."

Silke Zscheile - hier ein Foto aus 2019 - leitet das Städtische Gymnasium, das jetzt "Testschule" für Riesa und Umgebung wurde.
Silke Zscheile - hier ein Foto aus 2019 - leitet das Städtische Gymnasium, das jetzt "Testschule" für Riesa und Umgebung wurde. © Klaus-Dieter Brühl

Ähnlich war der Ablauf auch in Großenhain. Dort läuft alles in Regie des BSZ, das nach Angaben des Landesamts für Schule und Bildung (Lasub) festgelegt hat, wann die einzelnen Schulen zum Test in die Rödertalhalle kommen sollen. Möglich ist das für das Berufliche Schulzentrum Karl Preusker, das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die beiden Oberschulen in Großenhain, die Oberschulen Schönfeld und Ebersbach sowie die Förderschule Großenhain. Insgesamt gehe man von maximal 850 Personen aus. Wie viele sich letztlich angemeldet haben, könne man nicht sagen, hieß es auf Nachfrage beim Lasub.

Gewerkschaft übt Kritik

In Riesa jedenfalls blieb die Zahl der Testanmeldungen weit unter den maximal Möglichen zurück. Anfangs war hier von bis zu 990 Personen die Rede, die getestet werden könnten. Am Freitag hieß es aus dem Städtischen Gymnasium, bislang seien etwa 200 Anmeldungen eingetroffen. Möglich waren die Tests für Schüler der Förderschule Goethestraße, der drei Gymnasien und der beiden Oberschulen in Riesa sowie der Oberschulen Nünchritz, Stauchitz und Strehla und des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft in Riesa.

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Laut Lasub können in den Testschulen bis zu 30 Personen in der Stunde auf Covid-19 getestet werden. Mit den Tests wolle man sicherstellen, "dass nach der langen Zeit des Lockdowns, nur gesunde Personen die Schulen besuchen", hatte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) vor wenigen Tagen mitgeteilt. Die Testungen wie auch die erneute Öffnung der Schulen hat zuletzt bereits für Kritik gesorgt. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen, Uschi Kruse, kritisierte, auch die einmaligen Tests könnten keine absolute Sicherheit schaffen: "Ein Schüler mit einem negativen Test am Montag, kann dennoch am Dienstag mit einer Corona-Infektion in die Schule kommen, ohne dass dies bemerkt wird", so Kruse in einer Mitteilung. Sie halte die Öffnung der Schulen für fahrlässig.

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