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Spendensammlung nach Hausbrand startet

Nach einem Feuer im Riesaer Ortsteil Nickritz ist das Haus einer Familie unbewohnbar. Auf einem Konto kann den Betroffenen geholfen werden.

Stundenlang war die Feuerwehr in der Nacht von Montag zu Dienstag in Nickritz im Einsatz. Das Haus ist nach Feuer und Löscheinsatz fürs Erste unbewohnbar - die fünf Hausbewohner brauchen dringend Hilfe.
Stundenlang war die Feuerwehr in der Nacht von Montag zu Dienstag in Nickritz im Einsatz. Das Haus ist nach Feuer und Löscheinsatz fürs Erste unbewohnbar - die fünf Hausbewohner brauchen dringend Hilfe. © Feuerwehr Riesa

Riesa. Nach dem Großbrand an der Auenwaldstraße in Nickritz ist nun ein Spendenkonto freigeschaltet worden, auf dem der betroffenen Familie geholfen werden kann. Die Johanniter-Unfallhilfe veröffentlichte am Donnerstag in den sozialen Netzwerken einen entsprechenden Spendenaufruf.

Darin schildern die Johanniter auch das dramatische Ereignis aus Sicht der fünf Hausbewohner - ein Ehepaar sowie deren Tochter samt Ehemann und Kind: "Der Eigentümer hatte zunächst noch versucht, selbst zu löschen, aber dann die Feuerwehr informiert", heißt es. "Die Bewohner mussten dabei zusehen, wie der Dachstuhl und die 1. Etage ihres Hauses vollständig ausbrannten. Das Erdgeschoss ist durch das viele Löschwasser unbewohnbar und die noch vorhandene Wohnungseinrichtung nicht mehr nutzbar."

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Ziel sei es - trotz der Schäden, das Haus wieder herzurichten, in dem die Familie bereits seit den Wendejahren lebt und das erst 2020 in Teilen renoviert worden war.

Wie brach das Feuer aus?

Das Feuer in dem Wohnhaus war in der Nacht zu Dienstag ausgebrochen. Vier Stunden lang waren mehr als 40 Feuerwehrleute mit den ersten Löscharbeiten beschäftigt. Dennoch brannten Dachgeschoss und erstes Obergeschoss nahezu vollständig aus. Die Hausbewohner verloren dabei einen großen Teil ihrer Habe. Entsprechend groß war auch die Anteilnahme. Schon kurz nach dem Unglück hatten sich viele Riesaer erkundigt, ob Sachspenden benötigt würden. Zwei Riesaer dachten offensiv über die Möglichkeit eines DJ-Livestreams nach, bei dem um Spenden geworben werden könnte.

Die Vorbereitungen für das Spendenkonto liefen da bereits. Die Nickritzer Ortsvorsteherin Gudrun Neugebauer hatte schon am Dienstag erklärt, so könne man der Familie am ehesten helfen. Neben einigen Nachbarn habe sich auch Oberbürgermeister Müller schnell eingeschaltet, als es darum ging, das Spendenkonto auf den Weg zu bringen.

Die fünf Hausbewohner sind derzeit bei Freunden und Verwandten untergebracht. "Sachspenden brauchen sie eigentlich nicht", sagt Neugebauer. Ein wenig Kleidung habe die Familie noch retten können, in dieser Hinsicht sei man erst mal versorgt. Wichtiger sei da das Geld für den Wiederaufbau - wenn der denn umsetzbar ist. Noch sei offen, wie groß die Schäden wirklich sind. "Ich weiß nicht, ob der Gutachter mittlerweile da war."

Was das Feuer ausgelöst haben könnte, steht noch nicht fest. "Die Ermittlungen in dem Fall dauern an", teilte Polizeisprecher Marko Laske am Donnerstag auf Nachfrage mit. Eine abschließende Ursache sei noch nicht bekannt. Allerdings ergäben sich nach dem gegenwärtigen Stand zumindest keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. "Dahingehend ist eine technische Ursache oder eine fahrlässige Brandstiftung noch im Bereich der Möglichkeiten."

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Vier Wochen nach dem Feuer in einem Nickritzer Wohngebäude sind die Schäden noch immer sichtbar. Die Spendenaktion für die Betroffenen ist offenbar ein Erfolg.

Spenden können ab sofort überwiesen werden auf das Konto der Johanniter-Unfall-Hilfe RV Meißen/Mittelsachsen
IBAN: DE92 3702 0500 0004 3335 03
BIC: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: Spende Brandhilfe Fam. Hahn Riesa

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