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Riesa
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Sprechstunde zu SED-Unrecht in Riesa

Ein Experte kommt in die Stahlstadt. Dabei geht es auch um die sogenannte Opferpension.

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Manfred Buchta kommt im Auftrag der Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur nach Riesa.
Manfred Buchta kommt im Auftrag der Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur nach Riesa. © Sächsischer Landesbeauftragter

Riesa. Die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt am 23. März 2022 zur Bürgersprechstunde ein. Ratsuchende können sich über Möglichkeiten der Rehabilitierung von SED-Unrecht informieren. Bei der Beratung kann erfragt werden, welche Möglichkeiten der Wiedergutmachung es im Einzelfall gibt. Es ist keine vorherige Terminvereinbarung nötig, telefonische Anfragen können aber während der Sprechzeit gestellt werden.

In Riesa berät Manfred Buchta im Auftrag der Landesbeauftragten. Er erklärt die Reha-Gesetze, den Sächsischen Härtefallfonds für SED-Opfer und beantwortet Fragen zur „Opferpension“ – einer monatlichen Zuwendung für ehemalige Haftopfer. Mit den Ratsuchenden wägt er ab, welcher Weg zu beschreiten ist und prüft, ob die Antragsvoraussetzungen vorliegen.

Mitarbeiterinnen des Stasi-Unterlagen-Archivs Dresden beraten zudem zu sämtlichen Fragen der Akteneinsicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, Stasi-Akten-Einsicht zu beantragen. Hierfür wird ein gültiges Personaldokument benötigt.

Vor Ort gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen und Zutrittsregelungen.

In der DDR wurden tausende Menschen aus politischen Gründen verfolgt und leiden bis heute unter den Folgen. Für diese Betroffenen gibt es Rehabilitierungsgesetze, die den Weg eröffnen, rechtsstaatswidrige Verurteilungen aus dem Strafregister zu entfernen, sich vom Makel persönlicher Diskriminierung zu befreien und soziale Ausgleichsleistungen in Anspruch zu nehmen. Seit November 2019 gibt es dafür keine Antragsfristen mehr. Zudem können bislang unberücksichtigt gebliebene Opfer – wie verfolgte Schüler, Heimkinder und Zersetzungsopfer Leistungen erhalten.

Unabhängig von der regionalen Vor-Ort-Beratung kann auch direkt bei der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ein Beratungstermin in Dresden vereinbart werden. (SZ)

  • Termin in Riesa: 23. März 2022, 9 bis 18 Uhr im Sitzungszimmer im Verwaltungsgebäude Rädisch, Friedrich-Engels-Str. 13
  • Telefonische Anfragen während der Sprechzeit sind möglich unter 03525 700-242
  • Termine für Dresden lassen sich vereinbaren unter 0341 493-3700