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Unseriöse Werber in Riesa unterwegs

Offenbar zieht jemand von Haustür zu Haustür, um Telefon- oder Internetverträge abzuschließen. Ein heimischer Kabelanbieter warnt.

Von Christoph Scharf
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Ein Aushang der WGR in Riesa warnt vor ominösen Vertretern, die offenbar von Haus zu Haus ziehen. Bei Facebook kursiert das Foto bereits.
Ein Aushang der WGR in Riesa warnt vor ominösen Vertretern, die offenbar von Haus zu Haus ziehen. Bei Facebook kursiert das Foto bereits. © privat

Riesa. "Vorsicht Falle" - Aushänge mit diesem Inhalt befinden sich derzeit an etlichen Riesaer Hauseingängen. "Die Telekabel Riesa GmbH wurde kürzlich durch mehrere Kunden darauf hingewiesen, dass unseriöse Personen im Stadtgebiet unterwegs sind und vorgeben, im Auftrag der Deutschen Telekom zu handeln", sagt Roland Ledwa, Geschäftsführer des Kabelnetz-Betreibers, einer Tochterfirma der Wohnungsgesellschaft Riesa.

Dabei werde versucht, sich mit falschen Aussagen Zutritt zu den Wohnungen zu verschaffen. Das Ziel dabei sei, einen Telefon- oder Internetvertrag abzuschließen. Nach den Schilderungen Ledwas behaupten die Vertreter unter anderem, dass in Riesa von der Telekom Glasfaser verlegt wird und die Telekabel Riesa GmbH keine Glasfaserversorgung vornehmen könnte - da diese keine eigenen Leitungen besitzt oder deren Leistungen abgestellt würden.

"Die Aussagen der von der Deutschen Telekom beauftragten Mitarbeiter entsprechen nicht der Wahrheit", sagt Roland Ledwa. Das Versorgungsnetz der Telekabel Riesa sei modern und stehe nicht mit einem Ausbau von Glasfaserleitungen durch die Telekom in Verbindung. "Es ist kein Abschluss von Neuverträgen durch unsere Kunden notwendig!"

Das Riesaer Unternehmen bitte die Bürger um Vorsicht an der Haustür – insbesondere bei Vertragsabschlüssen. "Sollten Zweifel aufkommen, können sich betroffene Kunden gerne jederzeit an unsere Mitarbeiter wenden", so der Geschäftsführer.

Sächsische.de fragte dazu bereits am Montag bei der Telekom-Pressestelle an und wollte wissen, ob tatsächlich Telekom-Vertreter in Riesa unterwegs seien, mit welchen Aussagen sie um Vertragsabschlüsse werben dürfen und ob Beschwerden bekannt seien. Bis Mittwochnachmittag kam darauf allerdings keine Antwort.