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Tausende verfolgen virtuelle Tanzwochen

Wegen Corona fand alles nur online statt. Eine "Geisterspiel"-Variante wollte man in Riesa nicht.

Sorgt in "normalen" Jahren für Stimmung in der Riesaer Sachsenarena: IDO-Präsident Michael Wendt.
Sorgt in "normalen" Jahren für Stimmung in der Riesaer Sachsenarena: IDO-Präsident Michael Wendt. © Archivfoto: Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Ungewohnt ruhig ging es jetzt in der Riesaer Innenstadt zu: Der Corona-Lockdown legt nicht nur große Teile des Handels lahm, sondern ließ auch die sonst um diese Jahreszeit in der Arena stattfindenden Tanzmeisterschaften ausfallen.

22 Jahre waren die Internationalen Tanzwochen mit den Weltmeisterschaften im Show- und Stepptanz fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Großen Kreisstadt Riesa. Seitdem nahmen mehr als 70.000 Tänzer aus 54 Nationen von allen Kontinenten in der Sachsenarena an den Wettkämpfen teil. Diese tanzten in 6.500 Final-Auftritten um 11.000 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. "Dies war seit 1997 so und ist bis heute erfreuliche Tatsache", teilt der Arenabetreiber FVG mit.

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Auch nach den vergangenen Weltmeisterschaften im Winter 2019 hatten im Frühjahr die Vorbereitungen der FVG Riesa sowie der IDO (International Dance Organization) der 2020er-Ausgabe begonnen. Dann kam Corona, und die IDO-Weltmeisterschaften reihten sich nahtlos in die Absagestatistik großer Wettkämpfe von der Fußball-Europameisterschaft über den Ironman auf Hawaii bis hin zu den Olympischen Spielen ein.

Eine Durchführung als „Geisterspiel“-Variante wäre organisatorisch schwer zu stemmen und gegenüber den zahlreichen internationalen Gästen sowie Einwohnern der Elbestadt nicht zu verantworten gewesen. Dennoch mussten Riesa und die Welt nicht ganz auf ihr gewohntes Jahresendformat verzichten: „Gemeinsam mit der IDO ist es uns gelungen, eine virtuelle Variante der Tanzwochen darzustellen“, sagt John Jaeschke, Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft.

„Mein Dank geht hierbei vor allem an den IDO-Präsidenten Michael Wendt, welcher uns auch in diesem schwierigen Jahr mit viel Hingabe und persönlichem Aufwand eine unter diesen Umständen mehr als gelungene Alternative ermöglicht hat“, so der FVG-Chef.

An den eigentlichen Final-Samstagen der Weltmeisterschaften veröffentlichten der Welttanzverband und die FVG Riesa online einen Rückblick auf mehr als zwei Jahrzehnte exzellenten Tanzsport in Riesa – mit den Highlights der schönsten Shows sowie zahlreichen Teilnehmern und Organisatoren, welche zugeschaltet wurden und ihre Erinnerungen an „Riesa“, die Benchmark der IDO-Wettkämpfe, teilen durften.

Fast 10.000 Klicks erreichten beide Formate zusammengerechnet weltweit an den jeweiligen Abenden und den Tagen danach. „Damit haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt, denn unsere Erwartungen wurden klar übertroffen, wenn man sonst ‚nur‘ von 3.000 Tänzerinnen und Tänzern pro Jahr ausgeht“, sagt John Jaeschke. „Die hohe Resonanz unterstreicht unseren Stellenwert in der Branche.“

Nun bereiten die Organisatoren die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr vor. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir im kommenden Herbst wieder Gastgeber für unsere Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt sein dürfen. Somit werden wir die Wettkämpfe wie gewohnt vorbereiten und hoffen, dass es auch dann wieder überall heißt – ‚See you in Riesa‘“, so John Jaeschke. (SZ)

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