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Riesa

Wahlplakate: Anmalen und abhängen

Riesas OB-Wahl ist Geschichte. So gehen die Kandidaten mit ihren Plakaten um.

Schnipp, schnapp – da ist es ab: OB Marco Müller (CDU, r.) begann am Montag, seine Plakate von Riesas Straßenlaternen zu holen. Ex-OB-Kandidat Gunnar Hoffmann rief einen Tag nach der Wahl zu einem Malwettbewerb an seinen Plakaten auf.
Schnipp, schnapp – da ist es ab: OB Marco Müller (CDU, r.) begann am Montag, seine Plakate von Riesas Straßenlaternen zu holen. Ex-OB-Kandidat Gunnar Hoffmann rief einen Tag nach der Wahl zu einem Malwettbewerb an seinen Plakaten auf. © Sebastian Schultz

Riesa. Der erste Arbeitstag der zweiten Amtsperiode ist geschafft, nun könnte eigentlich der Feierabend für Marco Müller kommen. Doch der wiedergewählte Riesaer OB hat um 16 Uhr erst noch einen Termin mit seinem Vater: Wahlplakate abnehmen. "Die Leute haben uns lange genug hängen gesehen", sagt Müller, steigt in der Pausitzer Delle auf die Klappleiter und lässt sich die lange Astschere von seinem Vater reichen. Zwei Schnitte später sind die Kabelbinder durch und das Plakat mit seinem Konterfei gleitet am Laternenmast nach unten.

Eine Stunde lang wird sich der Vorgang im Stadtgebiet jetzt wiederholen: Müller möchte mit seiner Runde noch am selben Tag fertig werden. Gleichzeitig unterstützen ihn Helfer an anderen Stellen im Stadtgebiet. Danach ist wirklich Feierabend.

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Eigentlich hatte sich Müller den ersten Tag nach der OB-Wahl freinehmen wollen. Wegen anstehender Termine reichte es am Montag aber nur für einen späteren Dienstbeginn: Statt kurz nach sieben begann der Arbeitstag erst um neun Uhr mit der Dienstberatung. In der Nacht zuvor hatte er bis kurz nach ein Uhr Glückwunsch-Nachrichten zum Wahlerfolg beantwortet. Es seien auch überraschende Absender dabei gewesen - welche, behält der CDU-Politiker für sich.

Gewollte Schnörkel: Der gewesene OB-Kandidat Gunnar Hoffmann hat aufgerufen, seine Wahlplakate kreativ zu verzieren und das Ergebnis auf seiner Facebook-Seite zu veröffentlichen, damit andere Nutzer darüber abstimmen können.
Gewollte Schnörkel: Der gewesene OB-Kandidat Gunnar Hoffmann hat aufgerufen, seine Wahlplakate kreativ zu verzieren und das Ergebnis auf seiner Facebook-Seite zu veröffentlichen, damit andere Nutzer darüber abstimmen können. © Sebastian Schultz

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Hängen bleiben dürfen die Wahlplakate tatsächlich noch bis zum Mittwoch. Zeit, in der die Plakate von Ex-OB-Kandidat Gunnar Hoffmann bemalt werden sollen. Was manchem Politiker als lästig erscheinen würde, ist von Hoffmann sogar gewollt: Auf seiner Facebook-Seite hat er zum Malwettbewerb aufgerufen. "Bevor meine Plakate, nach ein paar Wochen des nutzlosen Herumhängens, im Wertstoffhof landen, sollen sie noch einen Nutzen erfüllen und vielleicht sogar ein wenig Spaß machen", schrieb der 51-Jährige am Montagmorgen auf seiner Seite. Das verzierte Plakat, das auf Facebook bis Sonntagvormittag die meisten "Likes" einheimst, will Hoffmann prämieren: Der Urheber darf 100 Euro an einen Riesaer Verein seiner Wahl spenden; das Geld kommt aus der Tasche des einstigen Kandidaten. "Aber beeilt euch! Die Plakate dürfen nur noch 3 Tage hängen und wir beginnen heute Abend bereits mit der Abnahme", so Gunnar Hoffmann, der als Parteiloser ins Rennen um den Riesaer OB-Posten gegangen war und am Ende knapp unterlag.

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