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Wann gibt es wieder Feste in Riesa?

Noch wird das Stadtfest für Anfang Juni geplant. Aber auch ein zweiter Termin steht zur Debatte.

Schön war's: Beim Riesaer Stadtfest 2016 stand diese Rutsche auf dem Rathausplatz.
Schön war's: Beim Riesaer Stadtfest 2016 stand diese Rutsche auf dem Rathausplatz. ©  Archivfoto: Sebastian Schultz

Riesa. Eine Riesenrutsche am Rathausplatz, eine Schlemmermeile, Fahrgeschäfte, Auftritte regionaler Bands: Mehrere Tausend Besucher hatten die Ausrichter nach der Auflage im August 2016 gezählt. 2017 und 2018 war es ähnlich, dann fiel das Stadtfest zugunsten des Tags der Sachsen in Riesa aus - und ein Jahr später war schon Corona da.

Aber wie geht es weiter? Das Stadtfest wird aktuell am ersten Juni-Wochenende geplant, teilt die Stadt-Tochter FVG mit. „Ende März entscheiden wir, in Anbetracht der aktuellen Pandemie-Entwicklung, über die Durchführbarkeit oder eine Verschiebung in den September", sagt Geschäftsführer John Jaeschke. Außerdem hoffe man, Ende des Jahres endlich wieder die Klosterweihnacht ausrichten zu können.

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Ein "nervenaufreibendes Jahr" für die FVG

Die Gesellschaft hatte diese Woche Bilanz über das Jahr 2020 gezogen - was ihr durch all die Veranstaltungsabsagen auch als Betreiber von Sachsenarena und Stadthalle Stern zu schaffen macht. Allein die Besucheranzahl in der Arena war durch die Pandemie auf ein Viertel des Vorjahreswertes eingebrochen (sächsische.de berichtete).

Hinter Riesas städtischer Gesellschaft für Wirtschaft, Sport und Kultur liegt ein "nervenaufreibendes Jahr", so das Unternehmen. Die Pandemie habe die Aktivitäten sämtlicher Unternehmensbereiche fast gegen null tendieren lassen: Nicht nur Sachsenarena und Stern waren von Schließungen betroffen, auch das Haus am Poppitzer Platz mit Bibliothek und Museum sowie der Tierpark.

Wie das Stadtfest, waren auch die Riesaer Klosterweihnacht und die Sommerbühne dem Virus zum Opfer gefallen. „Die für die gesamte Bevölkerung neue und bis heute anhaltende sehr schwierige Lage hat auch unsere Gesellschaft wirtschaftlich und emotional sehr hart getroffen. Dennoch haben wir als Team nie den Kopf in den Sand gesteckt, sondern im Hintergrund intensiv und lösungsorientiert weitergearbeitet“, sagt Jaeschke.

So sei es der FVG gelungen, funktionierende Hygienekonzepte zu erarbeiten, die in den Zeiten geöffneter Einrichtungen sehr gut funktioniert hätten. "Uns ist keine Infektion bekannt, die in direktem Zusammenhang mit Angeboten unserer Gesellschaft steht“, resümiert Jaeschke.

Geschäftsführer hofft auf schrittweise Lockerungen

"Diese gesammelten Erfahrungen werden wir auch bei einem Re-Start in diesem Jahr wieder benötigen. Ich habe Hoffnung, dass dies zumindest in den ideellen Bereichen bald erfolgen kann", sagt der FVG-Chef, der seit 1. Oktober 2020 die Geschicke der FVG Riesa allein verantwortet.

Bis dahin hatte sich John Jaeschke diese Aufgaben mit Manuela Langer geteilt. Sie verließ die Gesellschaft auf eigenen Wunsch und konzentriert sich nun auf ihre Aufgabe als persönliche Referentin von OB Marco Müller (CDU). "Unser gesamtes Team dankt Frau Langer ganz herzlich für ihre geleistete Arbeit. Sie hat das Unternehmen durch eine enorm herausfordernde Zeit geführt und dabei vor allem den Tag der Sachsen 2019 mit Bravour gemanagt", lobt John Jaeschke. Im Gegensatz zu Manuela Langer und deren Vorgängern ist er nun Vollzeit-Geschäftsführer.

Immerhin: Einen Lichtblick gäbe es in der Pandemie - die aktuelle Entwicklung im Impfzentrum des Landkreises Meißen, für das das Deutsche Rote Kreuz die Sachsenarena angemietet hat. "Seit vergangenem Wochenende werden deutlich mehr Dosen verimpft als noch im Januar oder Anfang Februar", sagt FVG-Chef Jaeschke. Man wisse aber auch, dass kein stichtagsbezogenes, abruptes Ende der Pandemie zu erwarten sei.

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"Daher unterstützen und arbeiten wir nachhaltig an Konzepten, die eine schrittweise Rückkehr von Zuschauern und Gästen zu Veranstaltungen im Kultur- und Eventbereich ermöglichen soll, ohne die Belastung des Gesundheitswesens außeracht zu lassen.“ Aktuell ist die Sachsenarena bis Ende Juni für den Betrieb als Impfzentrum vermietet. Mit einem "wirtschaftlich vernünftigen" Mietvertrag, der in diesen Zeiten auch der FVG helfe. (SZ)

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