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Riesa

Warum in Zeithain die Sirenen heulen

Blaulicht und Warnsignale werden am Sonnabend sehr regelmäßig auf den Straßen wahrzunehmen sein.

Mit diesem Nissan wird Zeithains Feuerwehrchef Matthias Heydel (am Steuer) am Sonnabend wohl häufiger im Gemeindegebiet unterwegs sein.
Mit diesem Nissan wird Zeithains Feuerwehrchef Matthias Heydel (am Steuer) am Sonnabend wohl häufiger im Gemeindegebiet unterwegs sein. © Archiv/Foto-Schröter

Zeithain. Anwohner und Autofahrer brauchen sich nicht wundern: Am Sonnabend sind im gesamten Gemeindegebiet Fahrzeuge mit Blaulicht und Sirene im Einsatz. Bei der geplanten Großübung der Gemeindefeuerwehr Zeithain am 29. Mai machen nicht nur sämtliche Ortswehren mit, sondern auch Einsatzkräfte anderer Hilfsorganisationen.

Dazu werden im gesamten Gemeindegebiet Einsatzstellen simuliert, die dann durch die Einsatzkräfte abgearbeitet werden müssen. Es komme deshalb ganztags zu einem erhöhten Aufkommen von Rettungsfahrzeugen mit Sondersignal, teilt die Feuerwehr mit.

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Hintergrund der Großübung ist die Inbetriebnahme der sogenannten ortsfesten Befehlsstelle in Zeithain: Wie beispielsweise schon Riesa und Gröditz hat auch Zeithain künftig eine Zentrale, die etwa bei Hochwasser, Stürmen, Waldbränden oder anderen Großeinsätzen in Betrieb gehen kann.

Bei Bedarf wird die Befehlsstelle im Gerätehaus der Ortswehr Zeithain von der Rettungsleitstelle in Dresden alarmiert. Dann übernimmt sie die Koordination der Einsatzkräfte im gesamten Gemeindegebiet. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass etwa bei großen Unwettern so viele Notrufe zeitgleich bei der Leitstelle in Dresden eingehen, dass es Schwierigkeiten macht, sie alle zeitnah abzuarbeiten.

Die in Dresden aufgenommenen Notrufe aus dem Gemeindegebiet Zeithain werden dann künftig an die Befehlsstelle in Zeithain übergeben, wo sie abgearbeitet werden. "Die dort eingesetzten Einsatzkräfte priorisieren die Einsätze und weisen sie den einzelnen Einsatzfahrzeugen der Gemeindefeuerwehr zu oder fordern weitere Kräfte an", teilt die Feuerwehr mit. Für die Bürger ändere sich dabei nichts: Sie sollen nach wie vor im Notfall die bekannte Rufnummer 112 wählen. (SZ/csf)

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