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Was sich am Riesaer Bürgerhaushalt ändern könnte

Bücher, Blumen und Bänke wurden in diesem Jahr dank städtischer Mittel finanziert. Die nächsten Ideen könnten womöglich erst 2024 umgesetzt werden.

Von Stefan Lehmann
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Die Bibliothek in Riesa konnte unter anderem aus dem Bürgerhaushalt zweisprachige Bücher finanzieren.
Die Bibliothek in Riesa konnte unter anderem aus dem Bürgerhaushalt zweisprachige Bücher finanzieren. © Stadtbibliothek Riesa

Riesa. Die vier Ideen aus dem diesjährigen Bürgerhaushalt sind mittlerweile fast vollständig umgesetzt. Das hat Beteiligungsmanager Tom Süsser in der jüngsten Stadtratssitzung mitgeteilt.

Neben Wildblumenwiesen und Bänken im Stadtgebiet hatte die Bibliothek zuletzt auch zweisprachige Bücher überreicht bekommen. Die kamen auch direkt zur Anwendung: In der Trinitatisschule lasen Frauen aus der Türkei, Libyen, Afghanistan, der Ukraine und Venezuela Erstklässlern in ihrer Muttersprache vor. Z

u entdecken gab es laut Bibliotheks-Chefin Susan Bazylak nicht nur „den unterschiedlichen Klang der Sprachen, die verschiedenen Buchstaben“, sondern auch, „dass in manchen Sprachen von rechts nach links gelesen wird“.

Anlehnung an den Doppelhaushalt geplant

Die Idee dazu stammte von Tina Uhlemann, die an der Volkshochschule Deutsch unterrichtet. Auch einen Zuschuss von Sachsens Ausländerbeauftragtem Geert Mackenroth (CDU) gab es, neben dem Bürgerhaushalt. Dieser könnte im kommenden Jahr wieder ein größeres Budget bekommen – und eine längere Vorlaufzeit. Beteiligungsmanager Tom Süsser schlug in der Stadtratssitzung jedenfalls vor, 2023 wieder 10.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Dafür könnte der Haushalt für Bürgerideen an den Doppelhaushalt 2023/24 angelehnt sein. Für die Umsetzung der Projekte bliebe damit etwas mehr Zeit. In diesem Jahr hatten 5.000 Euro zur Verfügung gestanden, dazu kamen noch etwa 700 Euro aus Spenden. Die Chefin der Bibliothek befürwortete jedenfalls die Bücherspende: „Wir sind dankbar für die Initiative von Frau Uhlemann“, sagt Susan Bazylak. „Die Bücher werden den Grundstock für den Aufbau einer zweisprachigen Abteilung für Menschen mit Migrationshintergrund bilden und für alle zugänglich sein.“ (SZ/stl)