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Riesa

Referat aus dem "Home-Office"

Auch an den Schulen in Riesa gehen die steigenden Infektionszahlen nicht vorbei. Ein Lehrer schildert an einem Beispiel, wie die Schüler damit umgehen.

Vortrag von daheim: Weil zwei Schülerinnen des Heisenberg-Gymnasiums in Quarantäne mussten, hielten sie ihr Referat per Videoschaltung.
Vortrag von daheim: Weil zwei Schülerinnen des Heisenberg-Gymnasiums in Quarantäne mussten, hielten sie ihr Referat per Videoschaltung. © WHG/ Peter Pfennig

Riesa. Mittlerweile ist es amtlich: Ab Montag, 14. Dezember, bleiben die Schulen sachsenweit geschlossen. Zuletzt hätten sich die Ereignisse regelrecht überschlagen, berichtet Peter Pfennig, der am Werner-Heisenberg-Gymnasium für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist: "Erst verstärkte Hygienemaßnahmen, dann Wechselunterricht und ab Montag komplette Schulschließung."

In einem Brief an die Sächsische Zeitung berichtet der Lehrer für Gemeinschaftskunde, Rechtserziehung und Wirtschaft (GRW) darüber, wie in den vergangenen Tagen der Unterricht ablief - und vor welche Herausforderungen die Corona-Pandemie die Schüler und Lehrer stellt:

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"Bevor das Heisenberg-Gymnasium ab 14. Dezember Corona-bedingt erneut geschlossen und komplett auf häusliche Lernzeit umgestellt werden wird, fand der Unterricht im Wechselmodell mit A- und B-Gruppen statt, um die gebotenen Abstandsregeln auch in der Schule einhalten zu können.

Für den Unterricht bedeutete diese Klassenteilung mitunter auch Unwägbarkeiten. So stand beispielsweise in der 8bs eine notenrelevante Gruppenpräsentation aus, in der fünf Mädchen von einem Gedankenexperiment berichten sollten, das über die Simulation dieser Extremsituation auf einer einsamen Insel Erkenntnisse über das menschliche Zusammenleben in der Gesellschaft zutage förderte.

"Präsentation drohte, zu scheitern"

Nun konnten jedoch zwei der fünf Mädchen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, weswegen die Präsentation zu scheitern drohte. Mit viel Einsatz und dem Einsatz von Tablets sowie der digitalen Tafel gelang es der Gruppe allerdings, von ihren Erfahrungen auf der Insel zu berichten. Während Paula, Marie-Luise und Vivien vor der Klasse standen, wurden Amy und Jette per Videokonferenz in die Klasse geschaltet. So sehen Teamarbeit und Hybridunterricht in Zeiten von Corona am Werner-Heisenberg-Gymnasium aus.

Eine Stunde zuvor hielt übrigens eine Schülerin des Abschlussjahrgangs, die sich als Kontaktperson 1. Grades momentan vollkommen symptomfrei in häuslicher Quarantäne befindet, einen 30-minütigen Kurzvortrag vor ihrem gespannten GRW-Kurs, leitete die Diskussion und konnte die Fragen der Mitschüler ohne Verzögerung beantworten."

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