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Weitere Weihnachtsmärkte abgesagt

Jetzt haben sich auch die Bürgermeister von Glaubitz und Nünchritz zu dieser Entscheidung durchgerungen.

Lichterschein und heißer Glühwein gehören für viele Leute zur Adventszeit. In diesem Jahr wird sie vielerorts anders sein.
Lichterschein und heißer Glühwein gehören für viele Leute zur Adventszeit. In diesem Jahr wird sie vielerorts anders sein. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

Glaubitz/Nünchritz. Der Glaubitzer Bürgermeister Lutz Thiemig (parteilos) hat in der Gemeinderatssitzung am Montag verkündet, was viele Glaubitzer schon befürchtet hatten: Der diesjährige Weihnachtsmarkt wird abgesagt. Traditionsgemäß findet er am Sonnabend des dritten Adventwochenendes statt. Das wäre diesmal am 19. Dezember gewesen. Also knapp drei Wochen nach dem voraussichtlichen Ende des derzeitigen Teil-Lockdowns.

Thiemig begründete die Entscheidung damit, dass die Gemeindeverwaltung bis dahin nicht in der Lage sei, ein Gesundheitskonzept zu erstellen und rechtzeitig vom Gesundheitsamt Meißen bestätigt zu bekommen. Zudem sehe er große Probleme bei der Nachverfolgung eines möglichen Corona-Falls. "Deshalb sind wir gezwungen, den Weihnachtsmarkt abzusagen", so der Bürgermeister. Das sei schlecht für die Glaubitzer Vereine, die die Gelegenheit nutzten, ihre Vereinskasse aufzubessern. "Aber wir müssen uns leider fügen", sagt Thiemig.

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Großenhainer OB gab den Anstoß

Auch der Nünchritzer Bürgermeister Gerd Barthold (CDU) hat sich schweren Herzens zu dieser Entscheidung durchgerungen. Am Dienstag hat er die Nünchritzer Vereine, die sich beteiligen wollten, über die Absage des hiesigen Weihnachtsmarktes per E-Mail informiert. "Wir sind ja da mit Leipzig und Großenhain in guter Gesellschaft", sagt Barthold.

Letztlich habe ihm aber das SZ-Interview mit Sven Mißbach den Anstoß gegeben. Der Großenhainer Oberbürgermeister hält es ebenfalls für unmöglich, sämtliche Kontaktdaten auf einem Weihnachtsmarkt zu erfassen. Außerdem könne man die Händler nicht noch länger hinhalten. So wie Mißbach befürchten auch Barthold und Thiemig, dass der Teil-Lockdown am 30. November noch nicht zu Ende ist. 

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Ungeachtet der Absage des Glaubitzer Weihnachtsmarktes hält die hiesige Kirchgemeinde noch an ihrem traditionellen Weihnachtskonzert fest. Das fand sonst immer am gleichen Tag statt. In diesem Jahr ist es für den 12. Dezember in der Kirche geplant. Doch wegen des Lockdowns kann sich der Glaubitzer Kirchenchor momentan nicht zu den Proben treffen. "Wir hoffen, dass wir das Weihnachtskonzert durchführen können, allerdings in einer abgespeckten Variante als in den Jahren zuvor", sagt Pfarrer Martin Scheiter. 

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