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Wohnzimmer in Gröditz brennt

Die Feuerwehr rückt am Freitagmorgen in die Mozartallee aus. Im selben Block war erst 2019 ein Mann bei einem Feuer gestorben.

Ein Video im Internet zeigt den Wohnungsbrand in Gröditz.
Ein Video im Internet zeigt den Wohnungsbrand in Gröditz. © Screenshot/Facebook, Klatsch und Tratsch in Grödit

Gröditz. Ein technischer Defekt hat am Freitagmorgen einen Brand an der Mozartallee in Gröditz ausgelöst. Kurz vor 9 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, teilt Feuerwehrsprecher Oliver Linge auf Nachfrage mit. Im Internet kursierte wenig später bereits ein Video, das das Eintreffen der Einsatzkräfte zeigt - und eine schwarze Rauchsäule, die an dem Wohnblock in die Höhe steigt. 

Die Bilder ließen Schlimmes erahnen. Laut Oliver Linge lief der Brand selbst aber recht glimpflich ab. "Die Wohnung stand allerdings nicht in Vollbrand. Das Feuer war lediglich auf ein Zimmer begrenzt." In der Wohnung brannten allerdings Möbel und ein Fernseher, was wiederum für die starke Rauchentwicklung sorgte. "Der erste Angriffstrupp konnte das Feuer bereits löschen." Ein zweiter Trupp habe anschließend im Wesentlichen noch gelüftet. "Um die Mittagszeit war der Einsatz beendet." 

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Weil die Feuerwehrleute nur wenig Löschwasser einsetzen mussten, wurden auch die benachbarten Wohnungen nicht in Mitleidenschaft gezogen. "Trotzdem ist die Wohnung wahrscheinlich unbewohnbar." Außerdem musste die Mieterin der Wohnung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Die Schadenshöhe war am Freitag laut Polizei noch nicht bekannt. 

Regelmäßige Übungen in Wohnungen

Bei dem Brand sei der Feuerwehr zugute gekommen, dass die Gröditzer Großvermieter die Einsatzkräfte regelmäßig in leerstehenden Wohnungen trainieren lassen. "Im Musikerviertel sind in jedem Wohnhaus die Wohnungen anders geschnitten", erklärt Linge. Die Übungen erleichterten im Ernstfall auch die Orientierung. Auch von den Mietern kämen da keine Beschwerden. "Nicht jedes Haus steht bei den Übungen leer."

Abgesehen von der Mieterin seien beim Brand am Freitag keine weiteren Personen zu Schaden gekommen. "Es musste diesmal auch niemand über Drehleiter gerettet werden." Das war vergangenes Jahr anders: Im September 2019 war im selben Wohnblock ein 76-Jähriger bei einem Brand ums Leben gekommen. 

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