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Lorenzkirch: Ein Friedensbaum an welthistorischem Platz

In Erinnerung an die Ereignisse bei Kriegsende 1945 ist am Elbufer eine Erle gepflanzt worden. Es soll nicht die letzte Pflanzung bleiben.

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Daniel Höhn vom Sparkassen-Vorstand, Ortschaftsrätin Barbara Fischer, Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer, Sebastian Wünsch vom Elbe-Röder-Dreieck und Hannelore Nareike aus Lorenzkirch bei der symbolischen Übergabe des Friedensbaums.
Daniel Höhn vom Sparkassen-Vorstand, Ortschaftsrätin Barbara Fischer, Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer, Sebastian Wünsch vom Elbe-Röder-Dreieck und Hannelore Nareike aus Lorenzkirch bei der symbolischen Übergabe des Friedensbaums. © Eric Weser

Zeithain. Am Lorenzkircher Elbufer steht jetzt einen Friedensbaum. Die Kaisererle ist bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 77. Jahrestags des Treffens sowjetischer und US-amerikanischer Soldaten am Freitag offiziell übergeben worden.

Die Veranstaltung hatten der Verein Lorenzkirch Miteinander und der Ortschaftsrat des Zeithainer Ortsteils organisiert. Barbara Fischer vom Ortschaftsrat erinnerte daran, wie am 22. April 1945 mehrere Hundert Flüchtlinge starben, als die Wehrmacht die Behelfsbrücke über die Elbe gesprengt hatte. Die provisorische Elbquerung hatten damals viele Menschen nutzen wollen, um vor der näher rückenden Ostfront in Richtung Westen zu fliehen.

Nur wenige Tage nach der Sprengung, am 25. April, kam es zum ersten Treffen vom damals im Kampf gegen NS-Deutschland verbündeten US- und Sowjet-Truppen auf den Elbwiesen bei Lorenzkirch – auch "Elbe Day" genannt. Die anwesenden sowjetischen und amerikanischen Soldaten hätten einander versprochen, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, damit die Nationen der Erde in Frieden leben. Dies sei als "Schwur an der Elbe" in die Geschichte eingegangen.

In Erinnerung an diese denkwürdigen Tage habe man den "Baum des Friedens" gepflanzt, hieß es bei der Gedenkveranstaltung, die vom Posaunenchor Lorenzkirch musikalisch umrahmt wurde. Der Friedensbaum steht neben der Gedenktafel zum "Elbe Day" und soll Erinnerung und Mahnung sein, dass diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten und die Nationen in Frieden leben müssen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins Lorenzkirch Miteinander.

Auftakt für Pflanzwettbewerb

Bei der Gedenkveranstaltung spielte auch der Posaunenchor aus Lorenzkirch.
Bei der Gedenkveranstaltung spielte auch der Posaunenchor aus Lorenzkirch. © Eric Weser

Der Friedensbaum ist daneben der erste Baum, der bei einem neuen Pflanzwettbewerb gepflanzt worden ist. Der nennt sich "100 Bäume für das Elbe-Röder-Dreieck" und ist vom Verein Elbe-Röder-Dreieck und der Sparkasse Meißen ins Leben gerufen worden. Bei dem Wettbewerb können sich Vereine, Firmen, aber auch Privatpersonen aus dem Elbe-Röder-Dreieck beteiligen und bis 30. Juni um eine Förderung von 50 Euro (Streuobst) oder 100 Euro (Park- und Alleebäume) für Baumpflanzungen bewerben. Die Gewächse sollen dann in der nächsten Pflanzperiode gepflanzt werden.

  • Ausführliche Informationen zum Wettbewerb inklusive Bewerbungsformular und einer Liste regionaler Baumschulen gibt es hier.