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LTV entschlammt Kleine Röder

Zwischen Spansberg und der Landesgrenze kommt besondere Technik zum Einsatz, um Flutschutz zu verbessern.

Im Jahr 2014 war auf dem Gröditzer Kanal so ein Saugspülboot unterwegs. Jetzt arbeitet eines zwischen Spansberg und der Landesgrenze auf der Kleinen Röder.
Im Jahr 2014 war auf dem Gröditzer Kanal so ein Saugspülboot unterwegs. Jetzt arbeitet eines zwischen Spansberg und der Landesgrenze auf der Kleinen Röder. © Archivfoto: Lutz Weidler

Gröditz. In den nächsten Wochen ist auf der Kleinen Röder in Gröditz schwimmende Technik unterwegs: Im Abschnitt zwischen der Spansberger Mühle und der Landesgrenze zu Brandenburg werden auf anderthalb Kilometer Länge Sedimente mit einem Saugspülboot entfernt. Das teilt die zuständige Landestalsperrenverwaltung des Freistaats Sachsen (LTV) mit. 

Ziel sei, das Abflussprofil des Gewässers wiederherzustellen und damit den Hochwasserschutz zu verbessern, so die Behörde. 

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Das eingesetzte Spezialboot saugt die Sedimente an und spült sie in Schläuche aus Geotextil, die auf einer dafür angemieteten und hergerichteten Fläche nahe dem Gewässer lagern, erklärt die LTV. Die Sedimente verbleiben weiteren Angaben zufolge für mehrere Monate in den Schläuchen, um zu trocknen. Danach werden die Schläuche aufgeschnitten und Sedimente abtransportiert und verwertet. Was genau unter Verwertung zu verstehen ist, blieb zunächst offen.

Bei der Gewässerpflegemaßnahme wurde unterdessen offenbar auch an die Wasserbewohner gedacht: Im Auftrag der LTV evakuiere der Anglerverband außerdem vorher durch Elektrobefischung die Fische aus dem Baubereich, hieß es. 

Bei dem Projekt handelt es sich laut LTV um eine planmäßige Maßnahme der Gewässerunterhaltung, für die die Behörde an den Gewässern erster Ordnung zuständig ist. Die Arbeiten im Gewässer sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein, der Abtransport der Sedimente im Frühjahr 2021. 

Die Kosten liegen bei rund 578.000 Euro. Das Geld kommt aus Bundes- und Landesmitteln. Der 3,8 Kilometer lange Abschnitt der Kleinen Röder zwischen der Mühle Spansberg und der B 169 in Tiefenau wurde bereits 2017 beräumt. (SZ)

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