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Mehr Sprengungen als sonst

Ungewöhnlich oft waren am Montag Detonationen im Umkreis von Jacobsthal zu hören. Die Polizei bestätigt Sprengungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Zeithain sammelt alte Munition, die bei Bauarbeiten gefunden werden und beseitigt sie auf seinem Sprengplatz bei Jacobsthal.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Zeithain sammelt alte Munition, die bei Bauarbeiten gefunden werden und beseitigt sie auf seinem Sprengplatz bei Jacobsthal. © Sebastian Schultz

Zeithain. Der Kampfmitteldienst der sächsischen Polizei hat momentan offenbar viel zu tun. Von seinem Sprengplatz am Rand der Gohrischheide sind am Montag ungewöhnlich viele Detonationen zu hören gewesen. Das teilten SZ-Leser sowohl aus Nieska als auch aus Nünchritz mit.

Es handelte sich um drei Sprengungen in der Vormittagszeit und nochmals drei Sprengungen in den Nachmittagsstunden, bestätigt das Polizeiverwaltungsamt Dresden, dem der Kampfmittelbeseitigungsdienst Zeithain untergeordnet ist. "Es wurden mehrere hundert Kilogramm gesprengt", sagt Polizeisprecher Andreas Weiner. Auch in den nächsten Tagen werde noch alte Munition, die im vergangenen Jahr an verschiedenen Orten Sachsens gefunden wurde, vernichtet.

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Einwohner von Nieska berichten, dass bereits in den Wochen vor Weihnachten fast täglich Detonationen zu hören und teilweise auch zu spüren waren. Normal sei eine Sprengung pro Woche, meistens am Donnerstagvormittag, haben sie in den vergangenen Jahren beobachtet. Bei einer größeren Sprengung Anfang November habe sogar das Glas im Schrank gewackelt. Von mehreren Menschen sei auch eine größere Dreckwolke über der Gohrischheide gesichtet worden.

Wie Weiner bestätigt, sind auf dem Sprengplatz bei Jacobsthal Sprengungen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang möglich. "Unsererseits werden die Sprengungen nur während der regulären Arbeitszeit durchgeführt", sagt er. Auch der Mindestabstand von 1.000 Meter zu Personen werde durch den aufgebauten Sperrkreis stets eingehalten.

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