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Riesa

Müller schlägt Wahlkampf ohne Plakate vor

Der Amtsinhaber wäre bereit, auf Werbung an Laternen zu verzichten. Der Herausforderer auch. Doch es gibt ein Problem.

Die SZ-Visualisierung zeigt, wie Wahlplakate von Riesas OB-Bewerbern aussehen könnten.
Die SZ-Visualisierung zeigt, wie Wahlplakate von Riesas OB-Bewerbern aussehen könnten. © SZ

Riesa. Amtsinhaber Marco Müller (CDU) hat seinem Kontrahenten im Oberbürgermeisterwahlkampf, Gunnar Hoffmann (parteilos), einen gemeinsamen Verzicht auf Wahlplakatierung vorgeschlagen.

Freitagnachmittag erklärte Müller gegenüber der SZ, er wolle Wahlkampf "nicht um Plakate, sondern inhaltlich und im Sinne unserer Stadt führen". Deshalb biete er Hoffmann an, "dass wir beide gänzlich auf das Hängen der zuerkannten Wahlplakate verzichten". Er werde seinen Plakat-Druckauftrag stoppen, wenn er bis Montag 9 Uhr eine entsprechende Erklärung von Gunnar Hoffmann erhalte, so Marco Müller.

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Gunnar Hoffmann sagte am Freitagnachmittag auf SZ-Anfrage, er finde die Idee grandios – sie komme nur leider zu spät. Er habe bereits am Mittwoch einen Druckauftrag für 300 Plakate ausgelöst. Rückgängig machen lasse sich das nicht mehr. Auch Hoffmann machte deutlich, dass er sich um inhaltliche Punkte im Wahlkampf kümmern und die Plakat-Debatte hinter sich lassen will.

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Die Idee, dass die OB-Bewerber gänzlich auf Plakatierung sollten, hatte nach einer SZ-Berichterstattung bereits in Online-Kommentarspalten kursiert. "Sinnvoll wäre es, gar keine Pappen aufzuhängen. Sieht ordentlicher aus, das Stadtbild; und zu lesen ist darauf ohnehin nichts Wesentliches", so ein Kommentator am Mittwoch auf der Facebook-Seite SZ Riesa. Gunnar Hoffmann hatte an gleicher Stelle bereits seine Sympathie dafür erklärt. (SZ)

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