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Nünchritz bereitet sich auf teuere Wahl vor

Wenn am 11. Oktober Meißens neuer Landrat gewählt werden soll, ist einiges anders an der Urne. Und das ist für die Kommunen mit Mehrkosten verbunden.

Ein Mann steckt seinen Wahlzettel in die Urne. So nah kommen sich Wähler und Wahlhelfer am 11. Oktober sicherlich nicht, wenn der Nachfolger von Ex-Landrat Arndt Steinbach ermittelt werden soll.
Ein Mann steckt seinen Wahlzettel in die Urne. So nah kommen sich Wähler und Wahlhelfer am 11. Oktober sicherlich nicht, wenn der Nachfolger von Ex-Landrat Arndt Steinbach ermittelt werden soll. © dpa

Nünchritz. Wegen der vorgezogenen Landratswahl kommen auf die Gemeinde Nünchritz zusätzliche Kosten zu. Der Gemeinderat bewilligte jetzt außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von 13.500 Euro. Davon sollen knapp 3.000 Euro aus der Verwaltungsgemeinschaftsumlage von der Gemeinde Glaubitz erstattet werden.

Ein Großteil des Geldes wurde für den Druck und die Verteilung der Wahlbenachrichtigungen notwendig und war für dieses Jahr im Haushalt nicht vorgesehen. Auch die Aufwandsentschädigungen der Wahlhelfer schlagen ins Kontur. Denn die Wahl des Landrats kommt zwei Jahre eher, nachdem der bisherige Amtsinhaber Arndt Steinbach Anfang des Jahres seinen Rückzug ankündigte, um in Berlin eine neue Aufgabe zu übernehmen. 

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Auch Corona wirkt sich auf die Kosten aus, weil die Wahllokale mit zusätzlichen Plexigläsern ausgerüstet werden sollen. Das ist eine der vorsorglichen Maßnahmen, die wegen der Pandemie notwendig werden. Dazu gehört auch genügend Desinfektionsmittel, um Flächen und Gegenstände in den Wahllokalen regelmäßig abzuwischen.

"Jeder sollte auch einen eigenen Kuli mitbringen", empfiehlt der Nünchritzer Bürgermeister Gerd Barthold (CDU). Zwar liegen genügend Kulis bereit, die nach jedem Urnengang desinfiziert werden. Aber ein eigener Stift sei ratsamer. Barthold weist darauf hin, dass die Kulis blaue Tinte haben sollten. Andere Farben seien ungünstig. Schwarze Tinte schürt den Verdacht, dass es sich um eine unerlaubte Kopie des Wahlscheins handeln könnte. 

Wegen der Abstandsregel von 1,50 Meter sollen sich so wenig wie möglich Menschen gleichzeitig im Wahllokal aufhalten. Er soll auch nicht gleichzeitig betreten und verlassen werden, damit sich Menschen nicht in der Tür begegnen. 

Ohnehin ruft Barthold die Einwohner seiner Gemeinde dazu auf, wegen Corona die Möglichkeit der Briefwahl zu nutzen. Das entlaste nicht nur die Wahlhelfer, sondern sei in diesem besonderen Jahr sicherer. Wie der Bürgermeister weiter informiert, würden noch Wahlhelfer gesucht. 

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