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Nünchritz: Wacker will weiter Wasser sparen

Der Chemiebetrieb hat einen neuen Umweltbericht vorgelegt – in dem es auch um CO2-Emissionen und Abfallmengen geht.

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In den Abfallverbrennungsanlagen von Wacker Nünchritz erfolgt die Behandlung und Beseitigung der Restabfälle aus den Produktionsbereichen, die nicht umweltverträglich weiterverwertet oder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können.
In den Abfallverbrennungsanlagen von Wacker Nünchritz erfolgt die Behandlung und Beseitigung der Restabfälle aus den Produktionsbereichen, die nicht umweltverträglich weiterverwertet oder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. © Wacker Chemie AG

Nünchritz. Das Wacker-Chemiewerk hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr seine Umweltbilanz weiter verbessert. Das Unternehmen beruft sich dabei auf Daten aus seinen aktuellen Umwelt- und Emissionsberichten, die jetzt erschienen sind. Wie Sprecherin Caroline Scholz mitteilt, arbeite das Unternehmen daran, sowohl den Wassereinsatz als auch die CO2-Emissionen und die Abfallmenge zu senken.

Laut den Berichten konnte Wacker an seinem Standort in Nünchritz im Jahr 2022 den Wassereinsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent reduzieren. Darüber hinaus sei eine neue Verfahrensstufe zur Reinigung des Stoffstroms in der M2-Hydrolyseanlage in Betrieb genommen worden. Dadurch habe sich die Abwasserfracht an organisch gebundenem Kohlenstoff um rund 20 Tonnen senken lassen.

"Zu den Nachhaltigkeitszielen von Wacker gehört der verantwortungsvolle Umgang mit der wichtigen Ressource Wasser", so die Sprecherin. Bis 2030 wolle Wacker die spezifische Wasserentnahme im Konzern um 15 Prozent senken. Die Umweltabteilung und die Versorgungsbetriebe am Standort Nünchritz würden deshalb zusammen mit den Produktionsbereichen stetig an Projekten zur konzernweiten Wasserstrategie arbeiten, um die Ressource zu sparen, zu schonen und zu schützen.

"Wie schon in den vergangenen Jahren konnten auch im letzten Jahr die vorgeschriebenen Grenzwerte der Abfallentsorgungsanlage nicht nur eingehalten, sondern zum größten Teil deutlich unterschritten werden", heißt es weiter in einer Mitteilung des Unternehmens. Die absoluten Emissionen an Treibhausgasen seien 2022 auf "konstant niedrigem Niveau geblieben". Die Abgase und Flüssigrückstände am Standort würden in einer werkseigenen Verbrennungsanlage mit mehrstufiger Rauchgasreinigung entsorgt und die frei werdende Energie durch Wärmerückgewinnung nutzbar gemacht.

Wacker treibe weiterhin die Reduktion von festen, flüssigen und gasförmigen Abfallstoffen voran. Mehr als 90 Prozent der anfallenden Abfälle werden einer Verwertung zugeführt und müssen nicht extra entsorgt werden. (SZ)