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OB-Bewerber feilschen um Plakate

Amtsinhaber Müller verlängert sein Angebot für einen Verzicht. Herausforderer Hoffmann macht einen anderen Vorschlag.

Auf einem gemeinsamen Wahlplakat werden Gunnar Hoffmann (l.) und Marco Müller (r.) im OB-Wahlkampf sehr wahrscheinlich nicht zu sehen sein.
Auf einem gemeinsamen Wahlplakat werden Gunnar Hoffmann (l.) und Marco Müller (r.) im OB-Wahlkampf sehr wahrscheinlich nicht zu sehen sein. © Visualisierung: SZ

Riesa. Zur Frage, ob und mit wie vielen Plakaten Riesas OB-Kandidaten in den nächsten Wochen um Wählerstimmen werben, gibt es weiter keine abschließende Antwort. Gegenüber sächsische.de unterstrich Amtsinhaber Marco Müller (CDU) zu Wochenbeginn seine Bereitschaft, auf Plakatierung gänzlich zu verzichten, wenn sein Kontrahent Gunnar Hoffmann (parteilos) das auch tue. "Ich lasse noch nicht drucken und würde mein 'Angebot' noch bis Mittwoch verlängern", sagte er.

Freitagnachmittag hatte Marco Müller in einer Mitteilung an sächsische.de den Vorschlag für einen gemeinsamen Plakatverzicht unterbreitet. Er wolle keinen Wahlkampf um Plakate, sondern inhaltlich und im Sinne der Stadtentwicklung führen, so der Christdemokrat. Zudem hatte Müller angeführt, dass beide OB-Kandidaten so ein positives Zeichen für Umweltschutz setzen könnten.

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Gunnar Hoffmann hatte am Freitag gesagt, dass er die Idee begrüße – aber nicht annehmen könne, da er seinen Druckauftrag schon ausgelöst habe.

Druck am Freitag

Am Montag unterstrich er auf Nachfrage von sächsische.de, dass der Druckauftrag nicht mehr umkehrbar sei. Seine Plakate seien bereits Freitagvormittag in der Produktion gewesen.

Gunnar Hoffmann machte am Montag zudem deutlich, er hätte sich eine persönliche, rechtzeitige Kontaktaufnahme durch Marco Müller in der Angelegenheit gewünscht. In Richtung seines Rivalen machte der Parteilose indes auch einen Vorschlag: "Herr Müller kann ja – wenn ihm die Umwelt wichtig ist – auf meine Plakatanzahl (233) heruntergehen."

Das wären deutlich weniger Plakate, als dem Amtsinhaber nach derzeitiger Regelung zustehen: So hatte das Ordnungsamt im Rathaus auf Grundlage der Riesaer Sondernutzungssatzung entschieden, dass die 700 verfügbaren Werbeplätze an den städtischen Laternen im Verhältnis 1:2 unter den zwei Bewerbern aufgeteilt werden: 233 für Hoffmann, 466 für Müller.

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Vor allem bei Gunnar Hoffmann und dessen Unterstützern war das als unfair empfunden worden. Bereits Ende April hatten die Fraktionen Die Linke und Gemeinsam für Riesa im Stadtrat durchzusetzen versucht, dass die Stadtverwaltung von der Satzung abweicht und die 700 Plakatplätze gleichmäßig unter den OB-Bewerbern aufteilt. Das hatte die Verwaltung jedoch mit Verweis auf die geltenden Regeln abgelehnt. (SZ)

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