merken
PLUS Riesa

B-169-Demo bei Ministerbesuch

Martin Dulig kommt zu einem Wahlkampftermin nach Riesa. Dort warten schon die Demonstranten.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD, r.) nahm sich Zeit für die B-169-Demonstranten um Stauchitz' Bürgermeister Dirk Zschoke (parteilos, l.)
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD, r.) nahm sich Zeit für die B-169-Demonstranten um Stauchitz' Bürgermeister Dirk Zschoke (parteilos, l.) © Sebastian Schultz

Riesa. Eigentlich war er am Dienstagnachmittag nach Riesa gekommen, um seine Parteifreundin Stephanie Dzeyk im Bundestagswahlkampf zu unterstützen. Bei der Ankunft am Mannheimer Platz erwarteten Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) aber auch einige Demonstranten: Angeführt vom Stauchitzer Bürgermeister Dirk Zschoke (parteilos) wollten sie für den Ausbau der B 169 demonstrieren.

Dulig nahm sich eine reichliche Viertelstunde Zeit für ein Gespräch mit der Gruppe und betonte mehrfach, auch das Wirtschaftsministerium wolle den Ausbau. In der Prioritätenliste, die der Freistaat Sachsen an den Bund übermittelt, stehe die B 169 an erster Stelle. Das Vorhaben sei auch bisher nicht aus politischem Unwillen gescheitert, machte Dulig deutlich und verwies darauf, dass Klagen gegen das Projekt und die Suche nach alternativen Trassierungen viel Zeit gekostet hätten. Dulig räumte allerdings auch ein, das Vorhaben sei nach wie vor "sehr klageanfällig".

Anzeige
Familienmodelle der Natur
Familienmodelle der Natur

Steppenzebras, Zebramangusten und Nandus ziehen ihren Nachwuchs ganz unterschiedlich auf.

Weiterführende Artikel

Wie steht's um den B-169-Ausbau?

Wie steht's um den B-169-Ausbau?

Nach langer Planung für den dritten Bauabschnitt könnte es bald das ersehnte Baurecht geben. Doch nun macht ein anderer Punkt den Befürwortern Sorgen.

Viel Neues gab es aus Sicht von Dirk Zschoke im Gespräch nicht zu hören, er gab sich danach eher pessimistisch. "Ich kann seine Hoffnung nicht teilen", sagte er mit Blick auf Dulig. "Wir kennen das Planungsrecht und die Verhinderer." Er befürchte, dass sich auch in fünf Jahren nichts getan haben wird. (SZ/stl)

Mehr zum Thema Riesa