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Neue Hoffnung für die Kita in Riesa-Poppitz

Die Kita könnte auch über 2022 hinaus offen bleiben. Nach einem Treffen zwischen Eltern und Verantwortlichen gibt es offenbar einen Kompromissvorschlag.

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Bleibt die Kita in Riesa-Poppitz doch länger geöffnet? In Gesprächen mit der Stadt haben die Eltern offenbar eine Vereinbarung erzielt.
Bleibt die Kita in Riesa-Poppitz doch länger geöffnet? In Gesprächen mit der Stadt haben die Eltern offenbar eine Vereinbarung erzielt. © Eric Weser

Riesa. Die Kita "Poppitzer Grashüpfer" wird womöglich doch nicht im Herbst 2022 geschlossen. Nach SZ-Informationen einigten sich Vertreter der Stadtverwaltung, des Kita-Trägers und der Elternschaft Ende vergangener Woche auf einen Kompromiss, der dem Stadtrat in der kommenden Sitzung am 10. November zur Abstimmung vorgelegt werden könnte.

Der Vorschlag sieht einen Weiterbetrieb der Kita in den nächsten knapp vier Jahren vor. Sie würde damit erst im September 2025 schließen. Dem Kompromiss war am Freitag ein Gespräch zwischen den Eltern und Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) vorangegangen. Im Vorfeld hatte die Elternschaft bereits Druck erzeugt. Unter anderem waren Unterschriften gesammelt und eine Protestveranstaltung auf dem Riesaer Rathausplatz abgehalten worden. Stadtverwaltung und Elternvertreter wollten sich auf Nachfrage zunächst nicht näher äußern.

Mehrere Stadtratsfraktionen hatten die Proteste zum Anlass genommen, das Thema der Kita-Bedarfsplanung grundsätzlich auf die Agenda zu setzen. Ob sie dem Vorschlag zum Erhalt der Einrichtung zustimmen, ist noch offen. Schon 2015 stand die Einrichtung zur Debatte. Weil sich mit der verstärkten Zuwanderung der Betreuungsbedarf in der Stadt wieder erhöhte, war die Schließung aber kurzfristig kein Thema mehr. (SZ/stl)